Gebetsanliegen 30. Mai 2019

Ich muss mich entschuldigen, ich habe es wieder einmal ein bisschen vergessen, die Gebetsanliegen zu aktualisieren… Darum möchte ich das heute nachholen. Danke für jedes Gebet! Wir spüren es durchaus, wenn Leute beten und fühlen uns getragen.

Dank:

  • Ich geniesse den Rest unseres Dynamo-Jahres in vollen Zügen! Dass draussen es so hell ist, finde ich super!
  • Die Freundin von Herdís, welche seit Januar/Februar dauerhaft hospitalisiert ist, sieht das Licht am Ende des Tunnels! Die Ärzte haben herausgefunden, dass der Schmerz eine Fehlreaktion des Gehirns ist und nicht aufgrund echter Probleme im Körper auftritt. Nun stellt sich die Frage, wie die Therapie aussieht.
  • Meine Eltern haben eine wunderbare Zeit in Island verbracht! Sie waren mit dem Wetter gesegnet und haben die Ferien genossen. Auch ich habe die Zeit mit ihnen sehr genossen, es war genial, sie hier zu haben 🙂
  • Die Projekte in der Heilsarmee steuern in eine etwas neue Richtung. Da wir nach wie vor keine Band haben, werden die Abendgottesdienste vorerst durch einen Alpha-Kurs ersetzt.

Fürbitte:

  • Dass mir der Abschied nicht zu schwer fällt… Ich liebe die Leute hier sehr und ich bin immer sehr emotional, wenn es darum geht, Abschied zu nehmen.
  • Im Moment sind viele Leute erkältet.
  • Herdís‘ hospitalisierte Freundin ist nach wie vor ein Gebetsanliegen.
  • Ein junger Mann (über Ecken mit Herdís verwandt) hat einen Gehirntumor und die Medikation wurde nun auf palliativ umgestellt… Bitte bete für ihn, für die Familie und Freunde.
  • Bevor Dynamo endgültig zu Ende ist, helfen wir noch in einem Familienlager, in einem Kurz-Kinderlager und an einem Jugendfestival aus. Auch da brauchen wir Gebet und die Führung und Weisheit des Heiligen Geistes.

Noch ein paar Fotos

Das letzte Mal als ich im Loublog etwas schrieb, waren wir noch in Akureyri. Von dort reisten wir mit Zwischenhalten (wie am Ende des Artikels Rundreise Siglufjörður geschrieben) nach Hause. Da ich während dieser Reise auch noch ein paar Fotos gemacht habe, kommt es, dass ich mich jetzt nochmals melde. Hier Fotos von der Reise von Akureyri nach Selfoss:

Blönduos
Am Strand von Blönduós. Hier hat es viele Vögel die man aber mit der Handy Kamera nicht vernünftig aufs Bild bringt.
Kirche Blönduos
In Blönduós visa vis vom B&S Restaurant in dem wir einen Kaffeehalt machten war diese – für einmal moderne – Kirche zu sehen.
Flechte
Auf dem Weg von Akureyri nach Selfoss auf einer Umleitung durch die „Prärie“ beim See Þingvallavatn fotografiert. In Island gibt es Landschaften aus Vulkangestein die fast einzig von Flechten bewachsen sind. Hier hatte es auch andere Pflanzen und Büsche.

Am Freitag 24. Mai 2019 beim Ausflug in die Umgebung von Selfoss:

Gullfoss
Hier sieht man den Abfluss des Gullfoss der in einem recht engen Graben wegfliesst.
Gullfoss
Gullfoss oder Goldwasserfall. Beachte die Menschen auf der linken Seite des Bildes auf der Landzunge.
Geysir
Der Geysir – hier der GEYSIR – speit kein Wasser mehr, er dampft noch etwas. Er war einst der grösste Speiende. Sein heisses Wasser wurde 40 bis 60m in die Höhe geworfen. Durch den Druck der Wassersäule die bis 20m tief in die Erde reicht wird das Wasser bis 170 Grad heiss und wird dann durch den entsprechend hohen Dampfdruck periodisch aus dem Trichter geschleudert.
Strokkur
Etwa 50m neben dem Geysir (siehe Bild vom Geysir) spuckt der Strokkur nurmehr ungefähr halb so Hoch wie sein viel „berühmterer Bruder Geysir“.
Kratersee Kerid
Wikipedia: „Der Kerið ist ein Kratersee in Island. Er ist der östlichste von fünf Kratern der zum postglazialen Grímsnes-Vulkanfeld gehörenden Kraterreihe Tjarnarhólar, die ihrerseits zum Eruptionsgürtel im Reykjanes–Langjökull–Gebiet zählen. Kerið liegt in der Region Suðurland an der Strasse von Selfoss ins Haukadalur.“

Am Samstag reisten wir von Selfoss nach Keflavík. Unterwegs besuchten wir Reykjavík, von hier zwei Fotos:

RathausReykjavik
Ist das das KKL in Reykjavík? Ich weiss es nicht. Nach längerem googlen konnte ich das Geheimniss lüften: „Ráðhúsið – Rathaus von Reykjavík“. Dazu habe ich folgender Text gefunden: „Besucher finden im Rathaus diverse Kunstwerke, die im Erdgeschoss und in den Treppenaufgängen verteilt sind. Interessant ist auch ein beeindruckendes 3-D-Modell Islands, das von Reisenden gerne besucht wird. Damit erhält man einen schönen Überblick über das Land“.
Steinmann
Steinträger oder Steinmann, der kein Brett sondern ein Stein, auch nicht vor sondern als Kopf und Oberkörper hat. Kopf und Herz aus Stein und steht in Richtung Ende des Steges zum Rathaus (siehe Bild oben). Ob dieses Kunstwerk eine Anspielung auf die Parlementarier sein soll, die im Rathaus ein- und ausgehen, ist mir nicht bekannt.

Wieder „allein“

Die Zeit mit meinen Eltern habe ich sehr genossen 🙂 Wie du aus den vorderen Blogartikeln entnehmen kannst, haben sie vor allem den Norden ausgiebig erkundet. Einige Ausflüge konnten wir zusammen unternehmen, aber ich hatte halt nicht immer frei und so mussten sie zwischendurch allein „z’Schlag“ kommen. Sie haben das bravourös gemeistert 😀

Seit Donnerstag war ich nun ganz allein in Akureyri, da Drea und Lára in Reykjavík waren. Das war aber ziemlich ok, denn ich habe kein Problem damit, ein paar Tage allein zu verbringen. Ausserdem haben sich Hannes und Birna, unsere Offiziere, sehr liebevoll um mich gekümmert 🙂 Die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe meine „isländischen Adoptiveltern“ gefunden 😉

Drea und Lára sind seit gestern wieder hier und ich geniesse es sehr, sie wieder da zu haben. Diese beiden Frauen sind so wertvoll!! 🙂 Ich versuche, den Rest der Zeit im Dynamo-Team noch ausgiebig zu geniessen, bin aber schon ein wenig traurig gestimmt, wenn ich an den Abschied denke.

Da das Wetter hier aber super ist, fällt es mir einfacher, fröhlich zu sein. Das ist vielleicht ein bisschen seltsam, aber das Wetter wirkt sich durchaus auf meine Laune aus. Nun ja, es ist windig und ziemlich kalt, aber schön und ich fühle mich sehr wohl. Ich brauche nicht unbedingt wärmere Temperaturen als 15-20°C.

Voraussichtlich werde ich Akureyri Mitte August verlassen, nachdem ich noch ein paar Wochen hier verbracht habe. Zuerst besuchen mich noch Melody, Sara und Jeruscha hier und darauf freue ich mich sehr!! 😀 Danach werde ich noch ein paar Tage zum Verabschieden haben.

Gestern hatten wir einen absolut genialen Gottesdienst!! Þollý (sprich „tholli“, mit einem englischen „th“ am Anfang), eine Bluessängerin aus Reykjavík, hat uns mit ihrem Besuch beehrt und uns einen Blues-Gottesdienst vom Feinsten beschert! Dabei waren auch super Musiker und zusammen ergab das eine international zusammengewürfelte Band: ein Schlagzeuger aus Brasilien, ein Saxophonist aus den USA, unser Pianist aus Estland und einen isländischen Gitarristen. Hier einen kurzen Einblick:

Diese Woche ist die letzte Schulwoche für isländische Kinder, was bedeutet, dass danach alles in die Sommerpause übergeht. Morgen werden wir das letzte Mal opið hús für Kinder haben und da wollen wir nochmal alles geben 🙂

Ja, alles geht jetzt rasend schnell dem Ende zu und ich bin noch nicht sicher, ob ich mit der Geschwindigkeit der Ereignisse Schritt halten kann… Ich hoffe es.

Rundreise Siglufjörður

Mietauto
Unser Mietauto der Islandferien Mai 2019 zu Besuch bei Lou

Auch heute mussten wir ohne Lou klarkommen. Es gelang uns bedeutend besser als gestern, obschon wir diesmal die Sechsecksäulen in Hofsós ganz verpasst hatten (wir hatten sie aber auch nicht explizit gesucht). Die Rundreise von Akureyri dem Fjord Eyjafjörður entlang -> Siglufjörður -> zurück -> Miklavatn (See) -> Hofsós dem Fjord Skagalfjörður entland-> (Varmahlĩð liessen wir rechts liegen) -> Öxnadalur (Tal) -> nach Akureyri.

Fischerhafen
Fischerhafen im Ort Siglufjörður. Hier gibt es fast auf Meereshöhe oberhalb der Ortschaft Lawinenverbauungen und Dämme ähnlich der Verbauungen im Lötschental in der Schweiz

Bis hier passierten wir drei Tunnels und das vierte folgte nach dem Ort Siglufjörður.

Tunnerlportal
Tunnelportal zum 4 km langen Einspurtunnel zur Fischerortschaft Siglufjörður. Füher der bedeutenste Ort Islands zur Heringverarbeitung und -export.
Nebel
Oberhalb des Tunnelportals zum 4 km langen Einspurtunnel zur Fischerortschaft Siglufjörður. Die Wolken hingen an diesem Tag häufig tief

Die Tunnels hatten es in sich. Von den vieren waren zwei Einspurtunnels. Das erste 7 km lang das zweite 4 km (siehe oben das Tunnelportal zum 4 km Einspurtunnel). Wir kamen von der Seite ohne Vortritt und mussten dem Gegenverkehr Vorfahrt lassen. Insgesamt kamen uns vier Autos entgegen. Wir konnten jedes Mal rechtzeitig in einer Ausweichbucht anhalten, so dass das Kreuzen ohne Probleme möglich war.

Meeresstrasse
Irgendwo zwischen Siglufjörður und Hofsós Richtung Norden auf das offene Meer gesehen
Miklavatn
Im Vordergrund Miklavatn und um die nächste Felsnase im Hintergrund ist der Fjord Skagafjörður zu finden
Miklavatn
Das „kleine Wasser“ Miklavatn liegt zwischenden den Fjorden Eyjafjörður und Skagafjörður fast zu forderst an der Landzunge

Im Fischerdorf Hofsós wären sechseckige Steinsäulen zu bewundern gewesen. Das haben wir von Lou erfahren, die Säulen aber nicht gesehen. Unserem eindrücklichen Landschaftserlebniss bei der Reise von insgesamt 278 km, etwas mehr als 4 Stunden reine Fahrzeit, dem durchschnittlichen Verbrauch von nur 4,7 Liter Diesel pro 100 km, den Einspurtunnels, den beeindruckenden Klippen und zum Teil der Schotterstrasse, tat dies keinen Abbruch. Auch das Wetter spielte mit. Es war meist bewölkt, ohne Regen und mit zum Teil imposanten Wolkenbildern. A propos Bilder: „Da gäbe es natürlich noch einige mehr“.

Hofsós
Der Hafen zum Fischerdorf Hofsós am Eingang des Fjords Skagafjörður gelegen
Ringstrasse zwischen Akureyri und Varamahlíð
Auf dem Pass zwischen Varamahlíð und Akureyri auf der N1 (Ringstrasse um Island)

Das ist vorläufig mein letzter Blogbeitrag im Loublog. Morgen sagen wir Lou Adé, reisen Richtung Reykjavík und werden zwei Nächte in einem Hotel in Selfoss übernachten. Am Samstag geht es anschliessend nach Keflavík. Dort heisst es Auto zurückgeben, noch eine Nacht schlafen und am Sonntagmorgen früh mit Islandair zurück in die Schweiz. Und schon sind unsere Islandferien vorbei. 🙁

Ausflug ohne Lou

Laufas Osthaus
Vom Fjord abgewendetes Osthaus des Pfarrhofs in Laufás. Einer der schönsten Bauernhöfe Islands

Gestern wagten wir einen Ausflug ohne Lou, sie hatte andere Verpflichtungen und konnte nicht mitkommen. Marie-Louise empfahl uns, den Pfarrhof in Laufás zu besuchen. Wir gaben uns alle Mühe und fuhren an dem Gehöft vorbei, sahen die kleine Kirche und wunderten uns der Leute, die um die Kirche standen. Ungefähr 10 km später waren wir am Ende der Strasse in einem kleinen Fischerdorf mit Namen Grenivík „gestrandet“. Wir sahen uns den Ort an, spazierten an den Strand und stellten fest, dass wir einen „der schönsten Höfe“ Islands verpasst hatten. Wir konnten uns dennoch an dem Strand und der Aussicht hier erfreuen (siehe nächstes Bild).

Grenivík
Grenivík ist die äusserste Ortschaft auf der Ostseite des Fjords Eyjafjörður an dem circa 30 km weiter hinten Akureyri liegt

Wir fuhren die letzten km wieder zurück und fanden den Pfarrhof Laufás ohne weiteres. Das Heimatmuseum erinnerte uns an den „Ballenberg“ bei Brienz in der Schweiz. Unten ein paar Bilder von innen und aussen.

Laufás Küche
Die Küche zum Pfarrhof mit vielen Nebeneinkünften. In dieser Küche wurde gekocht, gebacken, geräuchert und auf der andern Seite des Raumes auch gewaschen
Laufás Schlafzimmer
Die Betten waren eher klein, kurz und schmal, konnten aber zum Teil in der Breite ausgezogen werden (diese Betten hier nicht)
Laufás
Eingang in den Pfarrhof mit vielen Nebeneinkünften
Laufás Kirche und Gehöft
Kirche und Pfarrhof in Laufás. Die ältesten Teile des Gehöfts wurden im Jahr 1840 erneuert. Der Hof steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt ein Heimatmuseum.
Kirche innen in Laufás
Schlichter, kleiner Innenraum der Kirche Laufás

Ausflug zum Mývatn mit Lou

Blue Lake
Blue Lake, ewas rechts Geothermal Kraftwerk und im Hintergrund der Mývatn (Mückensee)

Gestern machten wir den ersten längeren Ausflug. Länger deshalb, weil wir seit vorgestern ein Auto gemietet haben, das uns erlaubt, etwas weiter zu reisen. Bis jetzt haben wir Akureyri meist zu Fuss ausgekundschaftet. Als Tourist sieht man die Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften mit andern Augen an. Auf jeden Fall hat Lou uns mehrmals gesagt: „Das habe ich bis jetzt noch nicht gesehen/beachtet“. Sie ist eben vorwiegend als „Fremdarbeiterin“ in Akureyri und nur nebenbei als Touristin.

Diesmal aber hat Lou sich als Touristenführerin betätigt. Sie war schon einmal am See mit Namen Mývatn – was soviel wie Mückensee heisst – und hat uns mehrere Sehenswürdigkeiten gezeigt.

Auf halbem Weg zum See, so ungefähr nach 50 km, machten wir den ersten Halt und parkierten bei den Wasserfällen Goðafoss. Der grosse Parkplatz auf der Insel Hrútey ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Nach der Brücke ist ein zweiter kleinerer Parkplatz, der aber Mitte Mai ohne weiteres genügend Plätze zum Parkieren bietet. Wir bewunderten den Wasserfall von „allen“ Seiten, wie die Bilder hier zeigen.

Goðafoss 12m Fallhöhe
Goðafoss (deutsch Götterwasserfall). Der Überlieferung nach stammt der Name Goðafoss daher, dass der Gode und Gesetzessprecher þorgier im Jahr 1000, nach der Annahme des Christentums durch die Isländer hier die Götterbider den Gletscherfluten übergab.

Auf dem nächsten Bild ist der Wasserfall von der Insel her zu sehen. Dass dies eine Insel ist, wurde mir erst nachträglich bewusst, als ich im Touristenführer nachlas, wo wir uns gestern den ganzen Tag herumtrieben.

Goðafoss
Der Götterwasserfall Goðafos von der „Insel“ her gesehen.
Goðafoss weiter unten
Goðafoss, auf deutsch Götterwasserfall, hier der Abfluss etwas weiter unten. Ein paar Meter weiter führt eine Fussgängerbrücke und eine zweite Brücke der N1 (Nationalstrasse 1, die Ringstrasse rings um die Insel Island)

So – es ist jetzt gut 1 Uhr 30 Ortszeit in der Nacht – jetzt gehe ich schlafen. Es ist übrigens draussen immer noch hell, oder schon wieder und man weiss nie so richtig wann eigentlich Abend, Nacht oder Morgen ist. Am Morgen werde ich voraussichtlich an diesem Text weiterschreiben. Für ganz Schnelle veröffentliche ich schon einmal diesen ersten Teil . . .

Das war zu schnell. Ich musste den Beitrag zurücknehmen und überarbeiten. Aus einem Eintrag wurden mehrere, so dass ihr besser folgen könnt. Ich hoffe jetzt stimmt das Ganze einigermassen.

Ausflug Mývatn – 2. Spaziergang Dimmuborgir

Dimmuborgir
Spaziergang beim See Mývatn durch die Lavaformationen Dimmuborgir

Als zweites spazierten wir in Dimmuborgir durch haushohe Lavaformationen wie das erste Bild in diesem Beitrag zeigt. Unten noch ein zweites Bild dieser interessanten Türme, Höhlen, Löcher usw. aus löchrigem, braunschwarzem Lavagestein.

An diesem Ort genehmigten wir uns eine Suppe zum Mittagessen. Wir kamen uns vor wie im Frühling in den Skiferien.

Dimmuborgir Lochformation
Es hat jede Menge solcher und ähnlicher Lavaformationen in Dimmuborgir

Ausflug Mývatn – 3. Schlammfelder Hverarönd

Hverarönd
Blubberndes Schlammfeld bei Hverarönd dessen Temperatur bis 400 Grad heiss sein kann

Als dritten Höhepunkt auf unserem Ausflug sahen wir uns die Schlammlöcher und „wütenden Isländer“ in Hverarönd an. Interessant, wie in dieser Gegend das Regenwasser in die Tiefe dringt bis in heisse Formationen. Dort wird es aufgeheizt. Durch Anreicherung mit Schwefel und weiteren Mineralien ergibt sich ein bis zu 400 Grad heisser Schlamm. Dieser wir durch den entstehenden Ausdehnungsdruck an die Oberfläche befördert und blubbert in dampfenden Löchern. Auch kommt heisser Dampf aus den sogenannten „wütenden Isländern“ aus dem Boden (siehe Bilder).

Hverarönd
Blubberndes Schlammloch in Hverarönd
Hverarönd
Im Volksmund wird dieser dampfende Steinhaufen auch wütender Isländer genannt
Hverarönd
Der zweite grössere dampfende Haufen oder wütende Isländer im Schlammfeld Hverarönd

Nach diesen blubbernden, fauchenden und dampfenden Löchern und Haufen begaben wir uns auf den Rückweg. Der Weg führte auf der N1 – der Ringstrasse Islands – zurück über einen kleinen Pass an den See Mývatn wie unten im Bild zu sehen ist.

þjoðvegur
So eine Art Passstrasse mit Namen þjoðvegur vom Schlammfeld Hverarönd aus Richtung Nordwesten gesehen

Ausflug Mývatn – 4. Park und Felsformationen Höfði

Mývatn
Der Mývatn (Mückenseee) bei Höfði

Zuletzt noch ein ruhiges Gelände. Bei Höfði spazierten wir durch einen parkähnlichen Wald. Dieser Wald besteht meist aus Birken, Lärchen, Eschen und wenigen andern Bäumen. Wälder sind auf Island – soweit ich dies bis jetzt gesehen habe – wenige vorhanden. Sie sind meist klein von der Ausdehnung und von der Baumhöhe her gesehen.

Der Mývatn hat seinen Namen von den sehr zahlreichen Mücken, die wir bis anhin nicht zu sehen bekamen. Hier jedoch, unmittelbar am Ufer des Sees, hatte es Mücken so richtig in Massen. Zum Glück stechen diese nicht. Sie sind einfach nur lästig.

Höfði
Zugänglicher Wald, vor allem Birken und Lärchen, bei Höfði. Ein ehemals privates Grundstück das von seinem Besitzer aufgeforstet wurde und nach seinem Tod der Gemeinde vermacht wurde

Auf ausdrücklichen Wunsch von Lou habe ich mich bereit erklärt, einen Blogbeitrag zu schreiben. Aus einem Beitrag sind vier geworden. Ich hoffe ich langweile euch nicht zu sehr und schliesse mit lieben Grüssen aus Akureyri.

Hoher Besuch

Tatsächlich werde auch ich älter, wer hätte das gedacht?! Und zu meinem Geburtstag habe ich ein geniales Geschenk bekommen 🙂 Meine Eltern! Sie sind für ca. zwei Wochen in Island und verbringen den grössten Teil bei mir in Akureyri. Es ist super, meine Eltern um mich zu haben und ihnen Akureyri und Umgebung zu zeigen 🙂 Auch die isländische Wetterdiva zeigt sich gnädig, wir haben schönstes Frühlingswetter. Merci Jesus! Bis jetzt haben sich die Ausflüge auf Akureyri beschränkt, aber wir werden den Radius sicher noch vergrössern 😉 Es ist faszinierend, wie anders meine Eltern die Umgebung wahrnehmen. Sie haben die „Touristen-Augen“ und haben schon ganz viele Sehenswürdigkeiten entdeckt, die mir bisher nicht aufgefallen sind.

Das älteste Haus in Akureyri
Foto Hansueli

Die älteste Kirche Islands. Sie wurde aber hierher versetzt.
Foto Hansueli

Kjarnaskógur ist tatsächlich ein Wald, der den Namen verdient 😉
Foto Hansueli

Das Spielzeugmuseum öffnet seine Tore leider erst am 1. Juni
Foto Hansueli

Der Friedhof von Akureyri
Foto Hansueli

Ausserhalb des Friedhofs
Foto Hansueli

Hübsche kleine Kirche
Foto Hansueli

Wie du siehst, ist das Wetter total auf unserer Seite 🙂 Wir freuen uns und sind dankbar, dass es nicht die ganze Woche regnet 😉