Der Gebetsblog wird nicht mehr weitergeführt

Lieber Beter und liebe Beterin,

Ich finde es schwierig, den Gebetsblog parallel zum normalen Blog zu führen, daher werde ich konkrete Gebetsanliegen in meinen normalen Blog einfliessen lassen. Natürlich bist eingeladen auch ganz allgemein  zu beten, so wie es dir auf dem Herz ist.

Danke vielmals für jedes Gebet, wir sind darauf angewiesen und wir spüren die Unterstützung!

Harstad, wir kommen!

Ja, morgen ist es endlich so weit und wir fliegen nach Harstad! 🙂 Wir sind voller freudiger Erwartung und haben fast alles gepackt. Jetzt steht nur noch eine kurze Putz-Session an. Die Wohnung ist nicht sehr gross, daher auch nicht so viel zu putzen 😉

Letzte Woche hatten wir nicht sehr viel Programm. Abgesehen von einem Tag zu Lobpreis und Predigtvorbereitung waren wir auf uns gestellt. Dieser Tag war aber sehr spannend! Und wir haben bereits etwas gelernt. Wir sind sehr enthusiastisch, mehr zu lernen, vor allem norwegisch 😀

Am Freitag besuchten wir den Jugendgottesdienst “connect” in Oslo. Es war schön, Drea und Bjørn Erik nochmal zu sehen und uns von ihnen verabschieden zu können.

Bühne im Oslo Korps 3
Alles ist bereit für den Gottesdienst

Nach dem Gottesdienst haben wir draussen direkt vor dem Eingang einen Igel gesehen. Ich habe mich sehr gefreut und Siggi hat es geschafft ein Foto zu machen. Das Licht ist zwar nicht sehr gut und das Foto verschwommen, aber der Igel ist doch erkennbar 🙂

Am Samstag haben wir Lárus (sprich “Laurüs”) und Ingvild (sprich “Ingvil”) zum Abendessen eingeladen. Wir haben “heittur réttur” gemacht, allerdings diesmal im Brot, da wir keine ofenfeste Form zur Hand hatten. Es war superlecker! 🙂 Nach dem Essen haben wir draussen Disc-Golf gespielt. Obwohl ich es noch nie gespielt habe, hat es mir Spass gemacht.

Ingvild und Lárus erklären die Regeln
Lárus zeigt uns wie es geht
Ich probiere auch mal

Heute Morgen waren wir im Gottesdienst und haben die Übertragung der Einsetzung unserer neuen Territorialleiter mitverfolgt. Nun sind wir wieder in unserem Zwischenzuhause und erledigen noch die letzten Sachen, bevor wir morgen nach Harstad abreisen.

Harstad, wir kommen! 😀

Jeløy

Nun ist es definitiv: Wir fliegen am 31. August 2020 nach Harstad, in unser neues Zuhause! Ich freue mich sehr, endlich nicht mehr aus dem Koffer leben zu müssen und eine ständige Bleibe zu haben! Auch Siggi ist sehr gespannt auf unser neues Zuhause und die Arbeit dort. Unterdessen sind wir aber noch geduldig hier.

Die letzten paar Tage und die nächsten paar Tage verbringen wir in einer Wohnung der Offiziersschule in Jeløy, Moss. Am Mittwoch haben wir unsere Arbeitsverträge unterschrieben und eine Bestätigung erhalten, dass wir eine Wohngelegenheit in Harstad haben. Diese Dokumente brauchen wir, um uns in Harstad anzumelden, sobald wir dort ankommen. In der Zwischenzeit geniessen wir etwas die Ruhe hier und ich erhole mich von einer leichten Erkältung. Wahrscheinlich habe ich mich bei Siggi angesteckt, als er sich bei Drea leicht erkältet hatte. Die heisse Luft draussen und dann die Klimaanlage drinnen waren keine optimale Kombination. Ihm geht es unterdessen wieder gut, ich kämpfe noch ein bisschen mit Hals- und Schluckweh. Das sollte aber auch bald besser werden. Natürlich kam die Sorge um eine Ansteckung mit dem Coronavirus auf, aber keiner von uns hatte die typischen Symptome.

Gestern hat es in Moss so stark geregnet und gewindet, dass wir den ganzen Tag drinnen verbracht haben. Heute ist das Wetter wieder besser und wir werden am Nachmittag sicher ein wenig hinausgehen. Zumindest einkaufen. Die Umgebung hier ist wunderschön! Das Gelände der Heilsarmee ist sehr gross und umfasst auch einen Wald, der bis zum Fjord reicht. Wenn ich wieder ganz gesund bin, freue ich mich darauf, hier joggen zu gehen 🙂

Falls es dich interessiert, wie es in Jeløy ungefähr aussieht, besuche doch meine früheren Artikel aus Moss:

https://loublog.bourquin.net/das-abenteuer-beginnt/

https://loublog.bourquin.net/viel-gelernt/

https://loublog.bourquin.net/tschuess-moss/

Ich weiss, sehr viele gute Bilder sind es nicht, aber wenn wir nächsten Sommer hier zur Schule gehen, wirst du bestimmt in den Genuss vieler Bilder kommen 🙂 Und ansonsten ist Norwegen auf jeden Fall eine Reise wert! 😀

Die nächste Etappe

Seit Montag sind wir nun in Moss, in einer Wohnung der Offiziersschule in Jel​øy. Die Wohnung ist ziemlich spartanisch eingerichtet, da sie extra für uns ein paar Möbel organisiert haben. Aber wir haben (fast) alles was wir brauchen.

Bevor wir am Montag nach Jel​øy gezügelt sind, haben wir am Samstag mit Drea und Bj​ørn Erik einen Ausflug nach Hoved​øya gemacht. Das ist eine Insel im Oslofjord, wuuuunderschön! Wir haben im Meer gebadet (es war überhaupt nicht kalt) und ein kleines Pick-Nick gegessen. Am Sonntag habe ich für alle gekocht und wir liessen den Abend bei Gesellschaftsspielen ausklingen.

Beim picknicken
Auf der Fähre zurück. Ein etwas besseres Foto als das letzte 😉

Der Montag war “nur” Zügeltag, wir sind von Tom bei Drea abgeholt worden, im Auto nach Jel​øy gefahren und haben unsere zehn Koffer ausgeladen. Danach waren wir schon ziemlich foxi… Zusätzlich war es am Montag sehr heiss und die Wohnung hat keine Klimaanlage, keine Storen aussen an den Fenstern und nur spärlich Vorhänge. Naja, nächste Woche soll es wieder kühler werden 🙂

Gestern waren wir mit Chris Pender, einem Offizier am Hauptquartier, unterwegs. Er ist Engländer, lebt aber bereits seit 30 Jahren in Norwegen. Er hat uns die Skisprungschanze von Oslo gezeigt und dann auch noch ein paar Einrichtungen der Heilsarmee in Oslo.

Die Skisprungschanze von Oslo
Ganz aus der Nähe
Und die Aussicht von der Zuschauerrtribüne

Wir waren in der Slumstasjon (Slumstation), wo Personen, die Mühe haben, über die Runden zu kommen, anklopfen dürfen. Es gibt ein Café, das donnerstags geöffnet ist, eine Lebensmittelabgabe und Beratungsgespräche. Die Slumstasjon ist aber nur eine komplementäre Einrichtung, da alle Bewohner Norwegens Unterstützung vom Staat beantragen können, welche ausreichend versorgen sollte. Manche Personen haben aber Mühe ihr Geld einzuteilen.

Nach der Slumstasjon fuhren wir zu einem Kindergarten der Heilsarmee, aus Schweizer Sicht eher als Tagesschule für Vorschulkinder anzusehen. Die Kinder hatten gerade Mittagspause und spielten auf dem grossen Pausenhof. Wir gingen nicht hinein, sondern schauten nur von draussen zu.

Die vorletzte Station war eine Alterssiedlung der Heilsarmee, dort hat Chris Pender sein Büro. Er ist verantwortlich für die Arbeit unter älteren Menschen. Im Gebäude der Alterssiedlung sind auch verschiedene Räume mit Angeboten wie Coiffeur, Pediküre, ein Fitness- und ein Hobbyraum. Die Bewohner sind auch eingeladen zur Verschönerung des Gartens beizutragen und es gibt etliche, die Blumen pflanzen, diese hegen und pflegen.

Zum Abschluss unserer Tour fuhren wir noch zum Hauptquartier des Territoriums Norwegen, Island und Färöer. Im angrenzenden Gebäude befindet sich das Oslo Templet Korps, eines der grössten Korps in Oslo. An einem normalen Sonntag (ohne Coronaausnahmen) sind ca. 120-150 Besucher im Gottesdienst.

In und um Oslo

Die letzten paar Tage haben wir vor allem in und um Oslo verbracht. Das Wetter ist sommerlich warm, für mich in Ordnung, für Siggi viiiiel zu warm… Und wenn er sich daran gewöhnt hat, ziehen wir schon in den Norden 😉 Glücklicherweise haben Drea und Hans Egil in ihrer Wohnung eine Klimaanlage, so dass mein Ehemann nicht auch noch drinnen schmilzt.

Am Donnerstag haben wir Dreas Freund Bjørn Erik kennengelernt. Er ist sehr freundlich und aufgeschlossen. Wir verstanden uns auf Anhieb 🙂 Weil es so schön und warm Wetter war, haben wir einen Ausflug zu einem kleinen See in der Nähe gemacht. Siggi und ich haben das erste Mal in Norwegen in einem See gebadet. Es war sehr erfrischend und gemütlich. Nach schwimmen und Chips essen sind wir wieder zurück und Drea hat für uns Tikka Massala (indisches Poulet) gekocht. Es war super lecker! Leider hat niemand daran gedacht ein paar Fotos zu machen, deshalb geht dieser Tag fotolos in den Blog ein. Das Foto der beiden Turteltauben ist gestern im Restaurant entstanden.

Drea und Bjørn Erik. Leider haben wir es nicht geschafft, ein Foto zu machen, auf dem sich keiner der beiden bewegt…

Auch gestern waren wir mit Drea und Bjørn Erik unterwegs. Drea hat uns den Vigeland Skulpturenpark gezeigt. Dieser Park ist voll von nackten Statuen in diversen Posen. Ein Künstler namens Gustav Vigeland hat alle diese Skulpturen gemacht, daher hat der Park den Namen des Künstlers. Wir hatten nicht so viel Zeit, aber wenn man mehr Zeit hat, ist es super, in diesem Park zu picknicken oder spazieren zu gehen. Er ist sehr gross und längstens nicht alle Teile des Parks sind mit Statuen dekoriert.

Wunderschöne Blumen im Park
Viele nackte Statuen
Vor einem Brunnen
Am höchsten Punkt des Parks steht diese Säule
Die Aussicht von oben
Drea und ich 🙂

Nach dem Park haben wir im Restaurant Pincho Nation gegessen. Dort haben sie ein interessantes Konzept, wobei jeder Gast kleine Häppchen auswählen kann, die dann alle gemeinsam geliefert werden. Ein bisschen wie Tapas. Es gibt diverse Angebote, von Mini-Fish’n’Chips über ein Schälchen Oliven zu einem Pfännchen mit Käsemaccaroni. Es war ein super Erlebnis!

Meine Auswahl an kleinen Köstlichkeiten
Und Siggis Platte

Nach dem Essen sind wir in eine Bar gegangen und haben Shuffleboard gespielt. Es ist ein Spiel bei welchem man Metallteile möglichst weit auf einem Tisch gleiten lässt, ohne sie auf der Seite oder hinten runterfallen zu lassen. Es ist in Norwegen sehr beliebt. Wir haben in Zweierteams gespielt, Siggi und ich gegen Drea und Bjørn Erik. Die erste Runde haben wir gewonnen! Die zweite aber dann Drea und Bjørn Erik. Unser Anfängerglück hielt nicht lange an.

Falls es dich interessiert, wie das Spiel funktioniert, gibt es im weiten Internet zahlreiche Anleitungen. Ich habe dir hier ein youtube-Video verlinkt, bei dem man gut sieht wie es funktioniert, auch wenn man kein englisch versteht.

Norwegen!

Nach ein bisschen Bibbern und Zittern ob es klappt mit unserer Reise und ob wir in Norwegen allenfalls noch in Quarantäne müssten, sind wir am Freitag, 7. August in Norwegen angekommen. Alles hat wie am Schnürchen geklappt und wir müssen auch nicht in Quarantäne 🙂 Ich bin sehr dankbar, dass die Reise so gut verlaufen ist und wir überhaupt keine Zwischenfälle hatten! Danke Jesus 🙂

Am Flughafen in Keflavík
Im Flugzeug. Unsere Sitze wurden in die 1. Klasse aufgewertet! 😀

Nun sind wir bereits ein paar Tage hier und ich möchte dir natürlich unsere Aktivitäten und die dazugehörigen Fotos nicht vorenthalten. Am Samstag haben wir mit Drea (bei der wir jetzt zehn Tage “Ferien” machen), eine Sightseeingtour durch Oslo gemacht. Wir haben auch die mietbaren Elektrotrottinetts ausprobiert. Es macht echt Spass, auf denen durch die Stadt zu kurven 😀

Das Opernhaus in Oslo
Zum Abkühlen zwischendurch einen Eistee trinken
Hübsches Gebäude 😉
Springbrunnen mit spielenden Kindern

Für unsere Verhältnisse ist das Wetter in Oslo sehr heiss. Wir schwitzen ziemlich (vor allem Siggi), aber wir gewöhnen uns langsam daran. Es war eine Wohltat am Samstag in diesem schattigen Park zu sitzen und den spielenden Kindern im Wasser zuzuschauen.

Am Sonntag haben wir mit Drea und ihrem Bruder Hans Egil einen Ausflug nach Fetsund gemacht. Wir haben zwar nicht die kleine Stadt besucht, sind aber am Flussufer entlang. Dort hat es Stege auf dem Wasser, auf denen man gehen kann. Wir sind also auf dem Wasser gegangen 😀 Zuerst haben wir uns aber Waffeln und etwas zu Trinken genehmigt. Siggi konnte es nicht lassen und hat eine neue Waffelkreation mit Stengelglace in der Mitte ausprobiert.

Siggi und seine neue Waffelkreation
Lou hat eine (an der) Waffel
Lou geht auf dem Wasser 😉
Siggi auf dem Steg
Drea und Hans Egil versuchen herauszufinden wie weit man gehen kann

Diese Stege wurden ursprünglich für Arbeiter gebaut, die in schwerer Arbeit Holzstämme aus dem Wasser gezogen haben. Der Fluss war lange DAS Transpormittel für Holzstämme. Auch kleine schwimmende Häuschen haben sie gebaut, die als Werkzeugkammern, Pausenraum oder Unterkunft genutzt wurden. Diese kleinen Häuschen sind nun Museen, worin die Arbeit dieser Männder dokumentiert wird.

Ein Steg mit Picknick-Tischen
Die kleinen Häuschen, in denen jetzt Museen sind
Steg und Häuschen

Nach unserer Erkundungstour übers Wasser haben wir noch einen kleinen Spaziergang dem Flussufer entlang gemacht. Dort haben wir einen tollen Picknick-Platz mit Spielen für Kinder entdeckt. In der Mitte des Platzes steht ein steinernes Denkmal, das an die vielen Überflutungen erinnern soll. Die höchste Flut im Jahr 1789 kam so hoch wie die Steinsäule.

Steinsäule zur Erinnerung an die Überflutungen. Zum Vergleich die Bänke daneben

Der letzte Tag in Reykjavík

Heute ist unser letzter Tag in Reykjavík. Morgen früh verlassen wir Island Richtung Norwegen. Wir freuen uns, sind ein bisschen traurig, nervös, dass etwas schiefgehen könnte, alles gleichzeitig. Aber grundsätzlich überwiegt die Vorfreude 🙂 All unser Hab und Gut ist in zehn Koffer gepackt, zwei davon sind bereits in Norwegen angekommen. Mit den anderen acht reisen wir morgen nach Norwegen.

Wir kommen ca. um 13:00 in Oslo an und verbringen die ersten zehn Tage in der Umgebung von Oslo. Wir übernachten bei Drea, die mit mir im Dynamo-Jahr war. Wer meinen Blog vom letzten Jahr gelesen hat, kennt sie bereits 🙂

Nach Oslo “zügeln” wir nach Moss, wo die Offiziersschule von Norwegen beheimatet ist. Die nächsten ca. zwei Wochen verbringen wir dort und lernen Leute und System der Heilsarmee in Norwegen kennen.

Anfangs September fliegen wir dann endlich nach Harstad, wo wir unser neues Zuhause haben 🙂 Ich freue mich sehr darauf, nicht mehr aus dem Koffer leben zu müssen! Aber das dauert jetzt noch ein Weilchen. Auf die Zeit in Oslo und Moss freue ich mich aber auch.

Jetzt bleibt mir nur noch “Tschüss Reykjavík” zu sagen und ich hoffe und bete, dass wir sicher und mit all unseren Habseligkeiten in Norwegen ankommen 🙂 Immerhin müssen wir bis jetzt in Norwegen nicht in Quarantäne. Ich hoffe, dass es bis morgen nicht ändert!

1. August und neue Frisur

Schon zum zweiten Mal habe ich den 1. August nun in Island gefeiert. Es war ein einfaches kleines Festlein, nur Siggi und ich. Wir haben dekoriert und Fleisch vom Grill gegessen. Dazu gab es ein bisschen schweizer Musik 🙂 Da das Wetter nicht so schön war und wir vor allem drinnen waren, haben wir auch vor allem drinnen dekoriert. Einzige Ausnahme war das Fähnli auf dem Balkon 😀

Tischdeko 🙂

Die Servietten sind bereits ziemlich zerknittert, weil sie schon seit Oktober 2018 in der Kartonschachtel mit der Schweiz-Deko waren. Und ja, da ich die Deko schon zum 3. Mal verwendet habe, sind auch nicht mehr so viele Servietten übrig.

Drei Lampions ohne Kerzen, da drinnen

Kerzen draussen machen in Island im Sommer nicht so wahnsinnig viel Sinn, da es fast rund um die Uhr hell ist. Daher ist das einzige Kerzlein auf dem Tisch und wird unter unserer Aufsicht abgebrannt. Nicht dass wir noch unser Zwischenzuhause in Flammen aufgehen lassen!

Auch die Lampe wurde dekoriert
Fähnli auf dem Balkon und Grill im Hintergrund

Mal schauen, vielleicht nehme ich die Deko sogar mit nach Norwegen. Falls wir genug Platz im Gepäck haben, wird sie eingepackt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit bin ich am 1. August 2021 in Norwegen und dann möchte ich natürlich auch ein bisschen dekorieren können 😉

Am 31. Juli haben wir spontan entschieden zum Coiffeur zu gehen. Siggi wollte sich Haare und Bart schneiden lassen bevor wir nach Norwegen fliegen. Da sich in Island das Coronavirus wieder stärker verbreitet, haben viele Barbershops geschlossen oder schneiden nur die Haare und nicht den Bart, da sie verlangen, dass der Kunde eine Maske trägt. Nach drei erfolglosen Versuchen einen Barber zu finden, entdeckten wir einen Coiffeurladen, der gerade schliessen wollte. Trotzdem hat uns die Coiffeuse freundlich hereingebeten. Sie erzählte uns, dass dies der letzte Tag des Coiffeurladens ist, sie hat ihn nun geschlossen und konzentriert sich mehr auf den Verkauf von Coiffeurartikeln. Wir waren also ihre allerletzten Kunden. Sie war sehr freundlich und gab uns sogar noch Rabatt auf unsere beiden Haarschnitte 🙂

Siggi und Lou erstrahlen in neuer (Haar)Pracht

Auch haben wir letzte Woche das Naturhistorische Museum in Reykjavík besucht. Es war sehr spannend und zeigt die Entwicklung der Insel seit der Besiedlung bis heute. Leider sind am Tag darauf alle Museen und ähnliche Einrichtungen aufgrund des Coronavirus geschlossen worden.* So verbringen wir den Rest unserer Zeit hier vornehmlich zu Hause. Ich bin so dankbar, dass ich “mein” Fleckchen Natur entdeckt habe und dass es so nah von unserer Wohnung ist! So fühle ich mich nicht eingesperrt, auch wenn wir kaum mehr in den öffentlichen Raum gehen. Es wäre seeeeehr doof, wenn wir uns jetzt mit dem Virus anstecken würden…

Auch aufgrund des Coronavirus haben wir unseren Flug vom 10. August auf den 7. August vorverschoben. Wir wollen verhindern, dass wir in Island feststecken und nicht mehr nach Norwegen einreisen können. Das wäre in unserer Situation sehr unpraktisch.

*Korrektur: Die Museen sind nicht geschlossen, verlangen aber strikte Regeln im Umgang mit Masken und Abstand halten.