Mývatn im zweiten Anlauf und vergebliche Reise nach Siglufjörður

Obwohl sich Island wettermässig nicht von der besten Seite zeigt, geniessen wir die gemeinsame Zeit sehr. Im zweiten Anlauf hat dann auch der Ausflug nach Mývatn geklappt und wir wurden nicht wieder verregnet. Es war ein schönes Erlebnis! Vor allem die Begeisterung über die vulkanischen Aktivitäten bei meinen drei Frauen zu sehen, war super 🙂

Erster Blick auf Mývatn
Foto Melody
Felsformationen im Mývatn
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Mývatn
Foto Melody
Noch mehr Mývatn 😉
Foto Melody
Birkenwald am Mývatn
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Ein kleiner dicker Vogel, der nicht davonfliegen wollte. Oder vielleicht doch?
Foto Melody
Blubbernde Schlammfelder in Hverir
Foto Jeruscha
Hverir
Foto Jeruscha
Kleiner Schlammbach in Hverir, der zum Rüberspringen super geeignet war 😀
Foto Jeruscha

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Der wütende Isländer spuckt einen Isländer und drei Schweizerinnen aus 😉

Die „Kirche“ in Dimmuborgir. Eine Lavaformation, die einer Kirche ähnelt
Foto Jeruscha

Gestern wollten wir dem Schoggi-Café in Siglufjörður einen Besuch abstatten. Beim Wollen ist es allerdings geblieben, da das Café geschlossen war… So fuhren wir halt wieder zurück und genehmigten uns in Akureyri einen Hamburger zum Znacht 😋

Heute war ein gemütlicher Tag mit Badi und Ligretto spielen. Uns steht noch ein Besuch im Escape Room bevor, worauf wir uns alle sehr freuen! 😀 Leider heisst es dann morgen schon wieder Abschied nehmen und ich verbringe den Rest meiner Zeit in Island ohne schweizer Begleitung. Und dann werde auch ich bald wieder in die Schweiz zurückreisen.

Ausflug zum Mývatn mit Lou

Blue Lake
Blue Lake, ewas rechts Geothermal Kraftwerk und im Hintergrund der Mývatn (Mückensee)

Gestern machten wir den ersten längeren Ausflug. Länger deshalb, weil wir seit vorgestern ein Auto gemietet haben, das uns erlaubt, etwas weiter zu reisen. Bis jetzt haben wir Akureyri meist zu Fuss ausgekundschaftet. Als Tourist sieht man die Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften mit andern Augen an. Auf jeden Fall hat Lou uns mehrmals gesagt: „Das habe ich bis jetzt noch nicht gesehen/beachtet“. Sie ist eben vorwiegend als „Fremdarbeiterin“ in Akureyri und nur nebenbei als Touristin.

Diesmal aber hat Lou sich als Touristenführerin betätigt. Sie war schon einmal am See mit Namen Mývatn – was soviel wie Mückensee heisst – und hat uns mehrere Sehenswürdigkeiten gezeigt.

Auf halbem Weg zum See, so ungefähr nach 50 km, machten wir den ersten Halt und parkierten bei den Wasserfällen Goðafoss. Der grosse Parkplatz auf der Insel Hrútey ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Nach der Brücke ist ein zweiter kleinerer Parkplatz, der aber Mitte Mai ohne weiteres genügend Plätze zum Parkieren bietet. Wir bewunderten den Wasserfall von „allen“ Seiten, wie die Bilder hier zeigen.

Goðafoss 12m Fallhöhe
Goðafoss (deutsch Götterwasserfall). Der Überlieferung nach stammt der Name Goðafoss daher, dass der Gode und Gesetzessprecher þorgier im Jahr 1000, nach der Annahme des Christentums durch die Isländer hier die Götterbider den Gletscherfluten übergab.

Auf dem nächsten Bild ist der Wasserfall von der Insel her zu sehen. Dass dies eine Insel ist, wurde mir erst nachträglich bewusst, als ich im Touristenführer nachlas, wo wir uns gestern den ganzen Tag herumtrieben.

Goðafoss
Der Götterwasserfall Goðafos von der „Insel“ her gesehen.
Goðafoss weiter unten
Goðafoss, auf deutsch Götterwasserfall, hier der Abfluss etwas weiter unten. Ein paar Meter weiter führt eine Fussgängerbrücke und eine zweite Brücke der N1 (Nationalstrasse 1, die Ringstrasse rings um die Insel Island)

So – es ist jetzt gut 1 Uhr 30 Ortszeit in der Nacht – jetzt gehe ich schlafen. Es ist übrigens draussen immer noch hell, oder schon wieder und man weiss nie so richtig wann eigentlich Abend, Nacht oder Morgen ist. Am Morgen werde ich voraussichtlich an diesem Text weiterschreiben. Für ganz Schnelle veröffentliche ich schon einmal diesen ersten Teil . . .

Das war zu schnell. Ich musste den Beitrag zurücknehmen und überarbeiten. Aus einem Eintrag wurden mehrere, so dass ihr besser folgen könnt. Ich hoffe jetzt stimmt das Ganze einigermassen.

Ausflug Mývatn – 2. Spaziergang Dimmuborgir

Dimmuborgir
Spaziergang beim See Mývatn durch die Lavaformationen Dimmuborgir

Als zweites spazierten wir in Dimmuborgir durch haushohe Lavaformationen wie das erste Bild in diesem Beitrag zeigt. Unten noch ein zweites Bild dieser interessanten Türme, Höhlen, Löcher usw. aus löchrigem, braunschwarzem Lavagestein.

An diesem Ort genehmigten wir uns eine Suppe zum Mittagessen. Wir kamen uns vor wie im Frühling in den Skiferien.

Dimmuborgir Lochformation
Es hat jede Menge solcher und ähnlicher Lavaformationen in Dimmuborgir

Ausflug Mývatn – 3. Schlammfelder Hverarönd

Hverarönd
Blubberndes Schlammfeld bei Hverarönd dessen Temperatur bis 400 Grad heiss sein kann

Als dritten Höhepunkt auf unserem Ausflug sahen wir uns die Schlammlöcher und „wütenden Isländer“ in Hverarönd an. Interessant, wie in dieser Gegend das Regenwasser in die Tiefe dringt bis in heisse Formationen. Dort wird es aufgeheizt. Durch Anreicherung mit Schwefel und weiteren Mineralien ergibt sich ein bis zu 400 Grad heisser Schlamm. Dieser wir durch den entstehenden Ausdehnungsdruck an die Oberfläche befördert und blubbert in dampfenden Löchern. Auch kommt heisser Dampf aus den sogenannten „wütenden Isländern“ aus dem Boden (siehe Bilder).

Hverarönd
Blubberndes Schlammloch in Hverarönd
Hverarönd
Im Volksmund wird dieser dampfende Steinhaufen auch wütender Isländer genannt
Hverarönd
Der zweite grössere dampfende Haufen oder wütende Isländer im Schlammfeld Hverarönd

Nach diesen blubbernden, fauchenden und dampfenden Löchern und Haufen begaben wir uns auf den Rückweg. Der Weg führte auf der N1 – der Ringstrasse Islands – zurück über einen kleinen Pass an den See Mývatn wie unten im Bild zu sehen ist.

þjoðvegur
So eine Art Passstrasse mit Namen þjoðvegur vom Schlammfeld Hverarönd aus Richtung Nordwesten gesehen

Ausflug Mývatn – 4. Park und Felsformationen Höfði

Mývatn
Der Mývatn (Mückenseee) bei Höfði

Zuletzt noch ein ruhiges Gelände. Bei Höfði spazierten wir durch einen parkähnlichen Wald. Dieser Wald besteht meist aus Birken, Lärchen, Eschen und wenigen andern Bäumen. Wälder sind auf Island – soweit ich dies bis jetzt gesehen habe – wenige vorhanden. Sie sind meist klein von der Ausdehnung und von der Baumhöhe her gesehen.

Der Mývatn hat seinen Namen von den sehr zahlreichen Mücken, die wir bis anhin nicht zu sehen bekamen. Hier jedoch, unmittelbar am Ufer des Sees, hatte es Mücken so richtig in Massen. Zum Glück stechen diese nicht. Sie sind einfach nur lästig.

Höfði
Zugänglicher Wald, vor allem Birken und Lärchen, bei Höfði. Ein ehemals privates Grundstück das von seinem Besitzer aufgeforstet wurde und nach seinem Tod der Gemeinde vermacht wurde

Auf ausdrücklichen Wunsch von Lou habe ich mich bereit erklärt, einen Blogbeitrag zu schreiben. Aus einem Beitrag sind vier geworden. Ich hoffe ich langweile euch nicht zu sehr und schliesse mit lieben Grüssen aus Akureyri.