Ausflug in den Norden der Färöer

Das windige und regnerische Wetter hat uns heute nicht davon abgehalten, den Ausflug in den Norden der Inselgruppe zu geniessen 🙂

Als Bjørn-Ove uns erklärte, wo wir heute hinfahren, nahm er eine Karte der färöischen Inseln zur Hand und sagte: „Das ist die Karte des Himmels.“ Und er meinte es! Er ist total glücklich hier und begeistert von allem, was er uns zeigte.

Wir erkundeten den Norden der Färöer und fuhren zwischen den Inseln hin und her. Die Inseln im Norden sind alle relativ nah beieinander und mit Brücken und Tunnels verbunden. Zuerst fuhren wir nach Klaksvík, danach nach Gjogv und Eiði. In Eiði besuchten wir ein Rehabilitationszentrum für drogen- und/oder alkoholabhängige junge Erwachsene. Das war sehr spannend!

Hier ein paar Eindrücke unserer kleinen Reise:

Beim Zmittag im Restaurant. Die beiden charmanten Damen sind natürlich meine Teammitglieder Lára und Drea
Das malerische Feriendorf Gjogv
Es ist wunderschön dort!
Wasserfälle sind sehr häufig auf den Färöern. Besonders im Moment regnet es sehr viel und die Bäche schwellen an.

Färöische Pünklichkeit – oder was davon übrig geblieben ist

Habe ich schon mal erwähnt, dass Island anders ist als die Schweiz? Genau: Kulturunterschied und so. Färöische Kultur ist nochmal ganz anders! Wenn die Isländer schon zu „zehn Minuten zu spät ist noch pünktlich“ neigen, sind zehn Minuten Verspätung bei Färingern die Regel. Beispiel: Der Gottesdienst beginnt nach Plan um 18:00. Um 18:05 wird so langsam angefangen, aber nur, weil die Offiziere Norweger sind 😉 Um 18:10 erscheinen die Musiker, die verantwortlich für den Lobpreis sind, setzen sich an die Instrumente und steigen in das Lied ein, das bereits in vollem Gang ist (begleitet von einem gitarrenkundigen Gottesdienstbesucher, der pünktlicher war). Färinger sind sehr gemütliche Leute, sie lassen sich nicht wirklich stressen und das finde ich gut! Island ist schon ziemlich ruhig und friedlich, aber die Färöer sind noch einmal eine Stufe ruhiger und friedlicher.

Was mir auffällt, ist dass Färinger sehr gutaussehend sind. Vor allem die Mädchen und Frauen! Sie sind so hübsch!! Sie sehen sich alle recht ähnlich, aber ich glaube das liegt daran, dass sie ziemlich isoliert leben und kaum fremdes Blut in ihre Gene einfliesst.

Ich mag es hier auf den Färöern sehr und freue mich auf unseren kleinen Ausflug morgen, bei dem wir noch mehr von der Landschaft sehen werden 🙂 Wir hatten auf jeden Fall ein super Erlebnis gestern mit sehr leckerem Essen in einem Restaurant.

Gruppenfoto mit den Offizieren des Heilsamreekorps in Tórshavn Bjørn-Ove und Randi (Foto Lára)

Auf den Färöern

Gestern Mittag sind wir auf den färöischen Inseln angekommen. Wir werden die nächsten zwei Wochen hier verbringen, zuerst eine Woche in der Hauptstadt Tórshavn, danach eine Woche in Vágur, im Süden der Inselgruppe.

Die Färöer sind landschaftlich ähnlich wie Island, nur schroffer und kleiner. Das Wetter ist, durch das Inselklima bedingt, windig und regnerisch. Lára und ich haben heute eine kleine Stadtrundfahrt in einem der roten Gratisbusse gemacht. Tórshavn ist eine malerische kleine Stadt, mit ca. 20’000 Einwohnern (also etwa gleich gross wie Akureyri). Die Häuser sind alle im gleichen Stil erbaut mit Giebeldächern und farbigen Fassaden.

Das ist einer der roten Gratisbusse. Wer findet Lára?

Mitten in der Stadt trifft man auch auf Wiesen mit Schafen und kleinen süssen Häuschen. Dieser Teil gefällt mir am besten 🙂

Schafwiesen mitten in der Stadt 🙂 Leider hat mein Kameraobjektiv ein paar Regentropfen abbekommen…

Heute Abend haben wir den ersten Einsatz, wir haben Spiele für die Jugendgruppe vorbereitet und helfen beim Kochen. Der Sonntag ist vollgepackt: Gottesdienst um 11:00, Sonntagsschule um 14:00, zweiter Gottesdienst um 18:00. Wir helfen mit Andachten, Zeugnissen und Liedern aus. Ich freue mich auf unseren Einsatz hier, auch wenn ich dafür das Winterwunderland zurücklassen musste…

Gebetsanliegen 6. Februar 2019

Danke fürs Beten 🙂

Dank:

  • Die Operation an der Schulter von Dreas Vater verlief problemlos. Er muss sich aber noch schonen und hat eine Rehabilitation vor sich.  Über den Zustand von Dreas Grossvater wissen wir noch nichts Genaueres.
  • Wir sind fast bereit für die Färöer! Wir freuen uns alle auf diese Zeit, für mich ist es eine Art Auszeit 🙂
  • Opið hús ist erfolgreich! Die Kinder fühlen sich als Teil der Heilsarmee und wir können Beziehungen bauen 🙂
  • Die Bibelstudiengruppe für junge Frauen ist der absolute Hammer!! Die Frauen sind sehr wissbegierig und wollen sich unbedingt jede Woche treffen, was ich super finde! Ich freue mich schon auf das nächste Mal 😀
  • Die Radiointerviews sind vorbei, ich werde mein Interview hier verlinken, sobald es online geschaltet wurde.

Fürbitte:

  • Unser Einsatz auf den Färöern, vor allem die Zeugnisse und Andachten
  • Eine junge Frau, die früher in die Heilsarmee Akureyri kam, ist letzte Nacht an einer Lungentzündung gestorben. Beten wir für ihre Familie.
  • Seit Anfang Jahr haben wir Zuwachs in unserem Strickclub. Eine junge Frau, die sozial isoliert ist, kommt regelmässig. Sie hat viel Schwieriges erlebt und braucht unsere Gebetsunterstützung.
  • Die Rehabilitation von Dreas Vater und die Operation ihres Grossvaters.

Was man alles essen kann

In Island gibt es im Januar/Februar ein Fest, genannt „þorrablót“, bei dem man traditionelle Speisen isst. Diese bestehen meist aus Fleisch oder Fisch, da es in der Zeit der Besiedlung kaum Alternativen gab. Da ich neugierig bin und nicht davor zurückschrecke „grusige“ Dinge zu probieren, habe ich mich bei Villa, einer Dame aus der Heilsarmee (die auch noch unsere Nachbarin ist) eingeladen, um einige dieser Speisen zu probieren.

Da ich vergessen habe, Fotos zu machen, habe ich im Internet nach Bildern dieser Spezialitäten gesucht.

„Súr matur“, zu Deutsch: „Saures Essen“ Quelle:  https://guidetoiceland.is/image/376426/x/0/best-annual-events-in-iceland-1.jpg

Alle diese Dinge auf dem Bild haben einen sauren Geschmack, da sie im „Wasser“, das bei der Herstellung von Skýr anfällt, konserviert werden. Dieses „Wasser“ ist sauer und enthält verschiedene Enzyme und Bakterien, die das Fleisch konservieren. Ich konnte mir leider nicht alle Namen merken, aber das Weisse (unscharf im Vordergrund) ist Walfleisch, die anderen sind Pasteten oder Rouladen aus Fleisch (meistens Lammfleisch). Auch den berühmten Hákarl (fermentierter Hai) habe ich probiert und nicht erbrochen! 😉

Hákarl, wie man ihn kaufen kann
Quelle: https://assets.atlasobscura.com/media/W1siZiIsIjIwMTcvMTEvMTMvMTcvNDEvNTgvMTdkMTYwNjktMzc0Zi00ZDQ0LThlOGEtYTUxMmViMjYyN2I0L2ZpbGUuanBnIl0sWyJwIiwiY29udmVydCIsIi1xdWFsaXR5IDgxIC1hdXRvLW9yaWVudCJdLFsicCIsInRodW1iIiwiNTgweDU4MCMiXV0/file.jpg

Nichts davon ist so eklig, dass ich es nicht heruntergebracht hätte. Aber ebenso ist nichts davon so lecker, dass ich es immer wieder essen möchte 🙂 Ich bin froh, dass es heute in Island möglich ist, auch anderes zu essen und ich nicht von „súr matur“ und „hákarl“ übeleben muss 😉

Zum Abschluss habe ich noch Trockenfisch mit Butter gegessen, den mag ich wirklich!

Trockenfisch mit Butter
Quelle: https://guidetoiceland.imgix.net/376427/x/0/best-annual-events-in-iceland-2?auto=compress%2Cformat&ch=Width%2CDPR&dpr=1&ixlib=php-2.1.1&w=883&s=2434d5be70f6ec3ac72699aada9c958f

Es war den Ausflug definitiv wert und Villa hat sich sehr gefreut, mir diese Spezialitäten aufzutischen 🙂