Die ersten Tage

Ich bin noch gar nicht so lange hier und doch fühlt es sich bereits lange an. Da unser Team aus vielen Leuten mit hohem I (= initiativ, gesellig, menschenorientiert) im persolog-Persönlichkeitsprofil besteht, haben wir schnell erste Kontakte geknüpft. Auch der einzige Mann in der Truppe fühlt sich sichtlich wohl. Das Gruppenfoto ist eines von vielen, ich glaube es gibt keines, auf dem alle seriös lächeln 😉

Wie bereits gestreift im oberen Abschnitt haben wir gestern die Kurzversion des persolog-Persönlichkeitsprofils ausgefüllt und heute die beiden Lektionen zu Leiterschaft gehabt. Der erste Teil drehte sich vor allem um Leiterschaft allgemein und in der Heilsarmee. Im zweiten Teil haben wir eine kurze Einführung in das persolog-Persönlichkeitsprofil gehabt und danach unsere Ergebnisse miteinander geteilt, Rückmeldungen gegeben und ausgetauscht. Am Schluss hat unser Kursleiter Rune (sprich Rüne) ein Teamprofil erstellt, das uns aufzeigen sollte, wo unsere Stärken liegen und bei welchen Dingen wir aufpassen müssen, dass sie nicht untergehen.

Gestern haben wir den meisten Tag draussen verbracht. Es war herrliches Spätsommerwetter! Wir haben einiges vom Areal gesehen, das der Heilsarmee in Moss gehört und die Geschichte dazu. Auch waren wir in einem kleinen aber feinen Museum zur Geschichte der Heilarmee in Norwegen. Am Abend ist jeweils jemand von uns verantwortlich, das Abendessen fertig zu kochen. Es wird für uns vorbereitet, aber wir müssen es noch „fertigstellen“. Gestern war Lára dran und ich habe ihr geholfen. Ludwig will kochen lernen und hat gedacht er will früh damit anfangen. Wir hatten unseren Spass 😉

Seriööööös am Kochen 😉 (Foto Herdís)

Heute ist das Wetter herbstlicher. Es hat fast den ganzen Vormittag geregnet und war windig. Mittags etwas Sonne, jetzt ist der Himmel wieder bedeckt. Ich hoffe, es regnet heute Abend nicht, denn wir wollen draussen Freesbee-Golf spielen 🙂 Aber wenn ich ehrlich bin, mag ich das kühlere Wetter nach diesem heissen Sommer sehr! Ich freue mich jetzt schon auf viel Schnee, Polarlichter und warme Winterpullis 🙂

Das Abenteuer beginnt!

Nach einer psychisch sehr anstrengenden Reise mit Umsteigen in Stockholm bin ich wohlbehalten und mit allen meinen Gepäckstücken (und deren Inhalt!) in Moss, Norwegen angekommen. Die Reise war deshalb anstrengend, weil ich selbstproduzierten Stress um das Gewicht meines Gepäcks und den Inhalt meines Handgepäcks, das Erwischen des Anschlussflugs, das Wiederfinden meines Koffers und etliche andere allfällige Negativszenarien aushalten musste. Mein Fazit dieser Reise: Ich fliege momentan nicht mehr allein an Orte, die ich nicht kenne… Oder aber, ich buche einen direkten Flug nur mit Handgepäck 😉
Da ich bereits in Oslo central station von Herdís, unserer Teamleiterin, und Ludwig, einem anderen Mitglied des Teams, empfangen wurde und wir gemeinsam mit dem Zug nach Moss fuhren, war die Reise ab da sehr entspannt für mich 🙂

Die Reise hat zwar praktisch den ganzen gestrigen Tag ausgefüllt, aber sicher interessiert es dich auch, was ich sonst noch so gemacht habe. Zuerst haben wir gegessen (das tat echt gut, da ich vor Nervosität am Flughafen in Genf nur einen kleinen Brezel gegessen habe) und uns besser kennengelernt.
Das Dynamo Youth Team besteht aus vier Leuten und unserer Teamleiterin Herdís. Sie ist Isländerin und lebte praktisch ihr ganzes Leben in Akureyri, wo wir wohnen werden. Auch Lára (sprich Laura) ist Isländerin, Drea ist Norwegerin und Ludwig Schwede. Die drei anderen Teammitglieder sind allesamt 19 oder werden es noch, Herdís ist ein Jahr jünger als ich. Ich bin also das Grosi hier. Aber das bin ich mir ja gewohnt 😉 Und ich finde es definitiv nicht schlimm!

Diese Woche in Moss wird gefüllt sein mit verschiedenen Teachings, gemeinsamen Gebetszeiten und auch viel Freizeit. Ich freue mich auf die Möglichkeit, viel Neues zu lernen und mit den anderen Teammitgliedern auszutauschen und sie kennenzulernen.

Vielen tausend Dank an Mathieu, meinen „kleinen“ Bruder, der mir schnell und effektiv mit dem Problem meiner SD-Karte geholfen hat!!

Bis bald!

Aussicht von der Terrasse des Heilsarmee-Gebäudes am Morgen

 

Abflug in Genf mit SAS

Die halbe Familie begleitete Lou im Zug nach Genf Aeroport um sie herzlich zu Verabschieden. Aus dem Restaurant konnten wir den Abflug der SAS Maschine mit unserer wertvollen Passagierin beobachten (siehe Bild oben). Anschliessend reisten wir etwas müde von den vielen Eindrücken und der Reise nach Hause.

Gepackt für Island

Nach vielen Stunden ein-, aus- und umpacken ist das Gepäck für Island nun endlich (fast) fertig… Ich hoffe sehr, dass ich wenigstens einigermassen das Richtige eingepackt habe.

Doch was genau mache ich denn da im hohen Norden? Kurz gesagt: eine Leiterschaftsschule der Heilsarmee. Aber was dies im Detail bedeutet, weiss ich selber noch nicht genau. Wir werden ein Team von vier Leuten sein, welches sich „Dynamo Youth Team“ nennt.
Zuallererst geht die Reise nach Moss, Norwegen. Dort werden wir die ersten ca. 8 Tage verbringen. Nach einem Tag in Oslo geht es weiter nach Reykjavík, der Hauptstadt von Island. In dieser Stadt, welche die kleinste Hauptstadt der Welt ist, bleiben wir ein paar Tage. Am 1. September werden wir voraussichtlich in unserem „Zuhause“ in Akureyri ankommen. Das ist auf jeden Fall der Plan…

Ich werde nach und nach erzählen, was ich im Dynamo Youth Team erlebe. Du bist herzlich eingeladen, meinen Blog zu lesen und auch mal von dir hören zu lassen!

Ä liebe Gruess
Lou

Koffern gepackt
Gepackt für Island (Heizkörper geht leider nicht mit, Kaktus auch nicht)

Hello world! Oder: Beginn des LouBlogs

Habe für Marie-Louise, oder besser für ihre Kolleginnen, Kollegen, Freunde, Freundinnen und der Familie, einen Blog eingerichtet. Und warum das? Unsere Tochter Lou plant für eine längere Zeit nach Island zu gehen. Von vielen ihrer Bekannten hat sie Aufforderungen erhalten, doch hie und da zu Berichten wie es ihr so geht, was sie alles erlebt und wie sie die Tücken des «in der Fremde seins» mit mehr oder weniger Bravour meistert.

Deshalb habe ich mich dahinter gemacht und einen Blog eingerichtet, der Marie-Louise die Arbeit des Berichtens erleichtern soll. Auch ist in einem Blog eine zeitnahe und finanziell nicht aufwändig Berichterstattung ohne weiteres möglich. Unter der Voraussetzung, dass etwas Informatikwissen und – wie in diesem Fall – die nötige Infrastruktur und der Internetname (DSN: bourquin.net) eh schon seit einer «Internetewigkeit» gemietet werden.

Ich wünsche dir Marie-Louise für die Zukunft alles Gute, viele interessante, lehrreiche Erlebnisse und Gottes reichen Segen. Uns Lesern und Leserinnen – die wir zu Hause bleiben – ein wenig Miterleben und Anteilnahme an deinen Reisen.

Di Papi