Fasnacht auf Isländisch

Ja, stell dir vor: Auch in Island wird Fasnacht gefeiert! Allerdings komplett anders als in der Schweiz. Kindergesänge statt Guggenmusik und viiiiiiel traditionelles Essen. Es sind drei wichtige Tage die nicht unbedingt einen Zusammenhang haben. Die drei Tage Montag und Dienstag vor Aschermittwoch und der Aschermittwoch selber werden jeweils individuell begangen. Leider kenne ich die genauen Hintergründe der Feiertage nicht, ich weiss nur, dass am „Sprengidagur“ Fleisch bis zum Platzen gegessen wird, weil am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Das Fasten vor Ostern ist allerdings etwas in den Hintergrund gerückt und man begeht die Feiertage gerne ohne die folgende Fastenzeit.

Der Montag ist der „Bolludagur“ (sprich: „Bollüdagür“). An diesem Tag werden spezielle Kugeln mit Rahmfüllung, sogenannte „rjómabollur“ (sprich: „rjoumabollür“) gegessen. Auch Berliner und andere süsse Backwaren in Kugelform sind am „Bolludagur“ willkommen 🙂

Traditionelle „rjómabollur“ mit Schokoladenhaube und Rahm-Confitürefüllung

Der Dienstag ist „Sprengidagur“ (sprich: „s-prenggidagür“), der so heisst, weil man isst, bis man platzt. Und zwar nicht irgendetwas, sondern „saltkjöt“ (gesalzenes Fleisch). Wir haben diesen Tag in unserem Team nicht wirklich gefeiert, daher hier ein Foto aus dem Internet, wie dies ungefähr aussieht:

Saltkjöt og baunir, wie es traditionell am Sprengidagur gegessen wird
Quelle: https://www.vino.is/wp-content/uploads/2017/02/saltkjotbaunir-1024×768.jpg

Der Höhepunkt der ganzen Festlichkeiten ist der Aschermittwoch, in Island „Öskudagur“ (sprich: „Ösküdagür“) genannt. Die Kinder verkleiden sich an diesem Tag und singen in verschiedenen Läden und Firmen, um Süssigkeiten zu erhalten. In Akureyri haben die Kinder schulfrei und das Singen beginnt bereits um 7:00 morgens. Die Bilder von diesem Tag liefere ich nach, sobald ich welche habe 😉

Hier nun die Bilder:

Wir waren Sunnas Unterstützung und haben uns auch verkleidet 🙂 Ich bin ein wunderschöner Schmetterling! 😀
Foto Herdís
Unterwegs trafen wir auf Kinder in originellen Verkleidungen 😀 In der Mitte ist Rakel als Getränkeverpackung 😀
Sunna und ihre Ausbeute 🙂

Im Radio

Vor ein paar Wochen war ich Gast beim christlichen Radiosender „Lindin“ in Akureyri, um von Gebetserhörungen zu erzählen. Ich war die Letzte aus der Reihe des Dynamo-Teams.

Hier kannst du das Interview anhören, es ist in englisch und isländisch (du musst ein bisschen scrollen, es ist das Dritte):

https://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Flindin.is%2Feinstakir-thaettir%2F%3Fsapurl%3DLythZGZlL2xiL21zLytkeWNiZ3ZwP2JyYW5kaW5nPXRydWUmZW1iZWQ9dHJ1ZQ%26fbclid%3DIwAR2mYAG3ytWBna7pf_6RpI9gQKZoq9ZR9HT-tF9ZQNE7ixZSotLfEtA4hWw&h=AT2BkNEWNt71GVj5DMKSd55I555J7gXLmRDNF4iKSLGtPnpsiOuYIudQGLVGoesM4E0W7Qz_hJeP7esVH-Ad224lvAy5jltpc-KJAJk02Qn0nnjNGxnpg1fkUAbTpg

 

Wir sind wieder dahaaa!

Jaaa, wir sind zurück in Akureyri! 😀 Leider sieht das Winterwunderland nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend aus… Der Schnee ist grösstenteils geschmolzen und Island hat uns mit Regen und sturmartigen Windböen willkommen geheissen. Nichtsdestotrotz ist es genial, wieder hier zu sein. Eine wohlige Wärme hat sich in mir breit gemacht, als wir Akureyri vom Hügel aus sehen konnten. Ja, hier bin ich im Moment zu Hause! Wohin mich mein weiterer Weg führt, weiss ich immer noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass ich rechtzeitig die nötigen Informationen erhalte 🙂

Heute ist nach dem Sturm wunderschönes Wetter. Die Sonne scheint und wir sind voller Tatendrang 🙂 Es stehen so viele wunderbare Erlebnisse an! Ein paar Tage in einem Ferienhaus, ein Wochenende in Reykjavík, ein paar Tage in Norwegen, eine Woche in Reykjavík, ein paar Tage in London und im Mai meine Eltern zu Besuch! 🙂 Ich werde im Detail mehr darüber erzählen, was wir wo genau machen. Jetzt im Moment bin ich einfch froh, wieder in Akureyri zu sein, obwohl die zwei Wochen auf den Färöern super waren!

PS: Färöische Besonderheiten

Da habe ich doch glatt ein paar Dinge vergessen, die auch noch so interessant sind. Die Färinger haben zum Beispiel keine Klingel an der Tür. Kommt man also zu Besuch, muss man entweder laut klopfen oder die Tür öffnen und „hallo“ rufen. Ah ja, die Türen sind natürlich auch nicht abgeschlossen, sonst könnte man sie ja nicht einfach so von aussen öffnen 😉

Färinger haben ausserdem eine ganz besondere Vorliebe für alles was Pfefferminzgeschmack hat. Sei es in Kuchen, Schokolade oder Keksen, das spielt keine grosse Rolle. Sie mögen auch Lakritz, wie die Isländer, und es gibt oft nach der Hauptmahlzeit Kaffee und Schwarztee mit Keksen, Kuchen und kleinen Süssigkeiten. Das schweizerische Bettmümpfeli wird auf den Färöern zu „Drekkamun“ und besteht nicht nur aus Getränken (Kaffee und Schwarztee), wie man vermuten könnte, sondern eben auch aus Kuchen, Glacé und/oder Crèpes. Wir haben beschlossen, eine zuckerfreie Zeit einzulegen, wenn wir wieder in Akureyri sind. Wir haben in den letzten zwei Wochen extrem viel Süsses gegessen und Getrunken!

Die färöischen Inseln sind sehr christlich. Die meisten bezeichnen sich als Christen und Kirchen gibt es auch in Dörfern, die keinen einzigen Laden haben. Daher ist es auch kein Wunder, dass der Saal, in dem gestern ein Gospel-sing-along-Konzert stattgefunden hat, voll war. Ich bin immer noch überrascht von der Musikalität der Färinger! Sie singen und spielen im Durchschnitt besser als andere Nationen (Angaben ohne Gewähr 😉 ), ABER (GROSSES ABER!!): Sie klatschen auf 1 und 3!! Neeeeeeiiiin, nein, nein, nein, nein, NEIN!!! Ich habe versucht, mich nicht zu stark aufzuregen und das Konzert trotzdem zu geniessen. Hat so halb geklappt…

Super Musiker und Sänger!

Die Färöer gehören politisch zu Dänemark, weshalb in der Schule dänisch gelehrt wird. Aber das Dänisch der Färinger hört sich eher wie Norwegisch an und wird „Göte-Dansk“ („Göteborg-Dänisch“) genannt. Heilsarmeetechnisch gehören die Färöer aber zum Territorium Norwegen, deshalb sprechen sehr viele Leute in der Heilsarmee Norwegisch. Lára und Drea haben mir gegenüber da einen Vorteil, denn im Gegenzug ist das Englisch der Färinger nicht besonders gut. Trotzdem hat die Kommunikation in den allermeisten Fällen funktioniert 🙂 Ein bisschen färöisch habe ich hier gelernt. Das Schriftbild ist sehr ähnlich wie isländisch, aber die Aussprache komplett anders, das kann verwirren. Ich habe keine besonderen Ambitionen, färöisch zu lernen und bleibe bei isländisch 🙂

Heute ist unser letzter Tag auf den Färöern und wir waren zum Zmittag bei Henrietta und Sámal, den Korspleitern, zu Fisch eingeladen *schleckmjam* 🙂 Ich wurde gefragt, ob ich heute Abend im Gottesdienst ein Lied auf berndeutsch singen und spielen könnte. Werde ich. Dann geniessen wir noch den letzten Abend auf den Färöern und morgen früh um 6:00 geht’s wieder ab nach Island.

Bis bald aus Akureyri!

Färöische Besonderheiten

Tatsächlich gibt es auf den Färöern ein paar Besonderheiten, die vor allem für Schweizer interessant sind. Spannend finde ich einerseits, dass alle Familien, die wir bis jetzt besucht haben, Victorinox-Besteck benutzen 😀 Bis zu meinem Auftenthalt auf den Färöern wusste ich nicht mal, dass es nicht nur Victorinox-Messer sondern auch Gabeln und Löffel gibt! 😀 Ich fand das ziemlich amüsant 🙂

Auch spannend war, dass der Heidi-Film im färöischen Fernehen kam 🙂 Das Kinderprogramm zeigte den alten Film mit einer Frauenstimme, die den Text auf färöisch sprach.

Am letzten Sonntag wurde ich von einer Frau, die Mitglied in der Heilsarmee in Vágur ist, in die Schule eingeladen. Sie ist Deutschlehrerin und fragte mich, ob ich in ihre Deutschklasse kommen könnte und etwas über mich erzählen würde. Es war spannend und lehrreich zugleich. Färinger können Deutsch als Freifach wählen. Die Klasse bestand aus sechs vierzehn- und fünfzehnjährigen Teenagern, die alle motiviert waren deutsch zu lernen. Sie verstanden fast alles, was ich erzählt habe und konnten auch ein wenig sprechen. Nicht besonders gut, aber immerhin. Karina, die Lehrerin, spricht nicht einwandfreies Deutsch, das ist verständlich. Aber es war lustig, mal wieder deutsch zu sprechen, wenn auch Schriftdeutsch…

Lou wiedermal in der Schule
(Foto Lára)

Wir haben Karina auch am Mittwoch noch einmal in der Schule besucht, diesmal aber nicht die Deutschklasse sondern ihre „normale“ Klasse. Sie unterrichtet eine sechste Klasse, ca. 15 Zwölf- und Dreizehnjährige. Wir haben uns vorgestellt, etwas von uns und dem Dynamo-Projekt erzählt und dann mit ihnen Spiele gespielt. Interessanterweise sind die Schulen auf den Färöern alle christlich. Somit ist es kein Problem, die Schüler zu Heilsarmee-Anlässen einzladen und in der Schule vom persönlichen Glauben zu erzählen. Ich fand das spannend, da das doch in der Schweiz ein Kündigungsgrund sein kann… Echt schade…

Gestern haben wir einen kleinen Ausflug rund um die Insel Suðuroy gemacht, aber da das Wetter regnerisch und neblig war, habe ich kaum gute Bilder. Aber die Insel Suðuroy ist definitiv einen Besuch wert!

Die Küstenlinie im Nebel

Hier ein paar Fotos von unserem Kurzausflug zu den Klippen am Dienstag:

Hat da jemand ein Stück vom Berg weggegessen?
Wunderschöne Küstenlinie

Die traurige Geschichte mit dem guten Ende

Drea liebt Schafe. Aber die Schafe lieben Drea nicht… Auf jeden Fall nicht diejenigen, denen wir bis jetzt begegnet sind. Vielleicht erinnerst du dich an das erste Mal, als ich erzählt habe, dass Drea versucht hat, Schafe zu streicheln. Genau, das war bei unserem Ausflug nach Laufás. Hier die Bilder zur Erinnerung:

Drea hat versucht, Schafe zu steicheln…
…aber die Schafe sind gerannt und gerannt und gerannt!

Das nächste dokumentierte Mal war nicht weniger enttäuschend. Sie hat versucht, Schafe in Gjogv zu streicheln. Die traurige Geschichte nimmt ihren Lauf:

Drea nähert sich dem Objekt der Begierde
Das Schaf hat sie bemerkt, sie hat gemerkt, dass das Schaf sie bemerkt hat.
Obwohl es aussichtslos scheint, folgt Drea dem Schaf.
Ein letzter Versuch, dem fliehenden Schaf näher zu kommen.
Enttäuscht gibt Drea sich geschlagen, das Schaf geht beruhigt seines Weges.

Doch auch nach diesem Erlebnis gibt Drea nicht auf. In der Heilsarmee in Vágur gibt es einen Bauern, der Schafe hat. Gestern haben wir einen Besuch bei den Schafen gemacht. Zuerst war es auch dort etwas ernüchternd, da die Schafe zwar ihren Besitzer kannten, aber vor Drea immer wieder zurückschreckten. Danach fuhren wir mit Sámal, dem Korpsleiter in Vágur auf einen Hügel (übrigens wunderschöne Aussicht von dort oben, Fotos folgen). Dort hatte es ebenfalls Schafe. Diese rannten ebenfalls vor Drea weg. Bis auf eines. Aber wir sind bis jetzt nicht sicher, ob es nicht konnte oder nicht wollte…

„Nein, die lasse ich nicht an mich ran!“
„Hilfe, ein menschliches Monster!“
Lauf, lauf, lauf!

Eeeendlich konnte sich Drea ihren Traum erfüllen!

Drea hat ihr Herz verloren…

Sicher weisst du bereits, dass ich Island fest in mein Herz geschlossen habe. Ungefähr so stark ist Dreas Liebe für die Färöischen Inseln, wenn nicht stärker 😉 Ist ja auch kein Wunder! Die Landschaft ist wunderschön, das Wetter zwar oft regnerisch, aber weniger kalt als in Akureyri und die Leute sind wahnsinnig gastfreundlich! 🙂

Wir wurden bereits vier Mal eingeladen in den letzten drei Tagen. Am Montag zum Znacht bei den Korpsleitern und nach dem Gebetstreffen zu Kaffee, Tee und Crèpes bei einer Familie des Korps. Heute sind wir zum Znacht bei einer anderen Familie eingeladen und morgen nochmals bei denjenigen, die uns zu Kaffee und Tee eingeladen haben. Wahrscheinlich werden wir diese Woche nicht sehr oft kochen, wir werden ständig eingeladen 😀 Es ist super, die Leute kennenzulernen und Vieles über das Land zu lernen.

Was uns drei Frauen auch besonders beeindruckt hat, ist die Musikalität der Färinger. Praktisch alle spielen mindestens ein Instrument und singen können die! Heute Morgen war ein Treffen für ältere Herren und ich habe noch kaum einen besseren Amateur-Männerchor gehört! Wir waren hin und weg! Und ein bisschen beschämt, danach unseren Liedvortrag zu präsentieren, da der Standard hier unglaublich hoch ist.

Heute Nachmittag dürfen wir zu einem Bauern und seine Schafe streicheln 🙂 Dies ist ein grosser Wunsch von Drea! Bis jetzt war sie nicht besonders erfolgreich… Darum ist heute ein grosser Tag für sie 😀

Ja, Drea wird höchstwahrscheinlich nicht das letzte Mal auf den Färöern gewesen sein. Und ich freue mich, sie dann mal zu besuchen, wenn sie hier sesshaft geworden ist 😉

Man hat nie ausgelernt

Sachen, die ich bereits gelernt habe:

  • Beim Input kurze Sätze sprechen, damit der Übersetzer nicht ins Schwitzen kommt.
  • Täglich neu Gott vertrauen, dass er alles im Griff hat.
  • Schon ein ganzes Stück Isländisch, ein bisschen Norwegisch, ein bisschen Färöisch, ziemlich viel Englisch.
  • Dass auch nervige Menschen Liebe brauchen.
  • Müdigkeit, Hunger und schlechte Laune gehen Hand in Hand. Ist aber keine Entschuldigung jemanden anzuschnauzen!
  • Es ist alles halb so schlimm, wenn man etwas Distanz gewinnt.
  • Es ist angstrengend 24 Stunden am Tag mit den gleichen Leuten zusammen zu sein. Ich tanke auf, wenn ich alleine bin und die Zeit hier macht es manchmal schwierig, genügend Rückzugsmöglichkeiten zu finden.
  • „Agurk“ ist „Gurke“ auf Färöisch 😀
  • Vulkaninseln sind wunderschön!!
  • Es ist ok, nicht immer alles bis ins Detail vorbereitet zu haben.
  • Alles hat ein Ende…
  • Das Beste liegt noch vor mir!
  • Viele Leute im Norden Europas lernen Deutsch in der Schule, aber nur wenige sprechen es wirklich.
  • In einer gesunden Familie aufgewachsen zu sein, ist nicht selbstverständlich und erfüllt mich immer wieder mit Dankbarkeit.
  • Was die einen lecker finden, ist für die anderen ekelhaft 😉
  • Kultur ist nicht gleich Kultur.
  • Auch blauäugige Menschen können überlegt handeln 😉
  • Weltweit bilden Christen eine grosse Familie. Wildfremde Menschen sind sich nah durch den gemeinsamen Glauben.
  • Armut ist so oft unsichtbar und selten materiell…
  • Wasser wäscht sauber auch wenn es nach Schwefel riecht.
  • Intelligente Menschen treffen manchmal dumme Entscheidungen.
  • Es ist nicht an mir über andere zu richten. Aber konstruktive Kritik ist oft willkommen.
  • Mein Ego muss immer kleiner werden.
  • Geduld ist die Kunst des Lebens 🙂

Ich könnte diese Liste praktisch endlos weiterführen. Dies sind zum Teil Dinge, die ich in den letzten Monaten neu gelernt habe, zum Teil habe ich  ein Stück mehr daran weitergelernt. Im nächsten Mai werde ich dreissig und ich habe noch lange nicht ausgelernt!

Ausflug in den Norden der Färöer

Das windige und regnerische Wetter hat uns heute nicht davon abgehalten, den Ausflug in den Norden der Inselgruppe zu geniessen 🙂

Als Bjørn-Ove uns erklärte, wo wir heute hinfahren, nahm er eine Karte der färöischen Inseln zur Hand und sagte: „Das ist die Karte des Himmels.“ Und er meinte es! Er ist total glücklich hier und begeistert von allem, was er uns zeigte.

Wir erkundeten den Norden der Färöer und fuhren zwischen den Inseln hin und her. Die Inseln im Norden sind alle relativ nah beieinander und mit Brücken und Tunnels verbunden. Zuerst fuhren wir nach Klaksvík, danach nach Gjogv und Eiði. In Eiði besuchten wir ein Rehabilitationszentrum für drogen- und/oder alkoholabhängige junge Erwachsene. Das war sehr spannend!

Hier ein paar Eindrücke unserer kleinen Reise:

Beim Zmittag im Restaurant. Die beiden charmanten Damen sind natürlich meine Teammitglieder Lára und Drea
Das malerische Feriendorf Gjogv
Es ist wunderschön dort!
Wasserfälle sind sehr häufig auf den Färöern. Besonders im Moment regnet es sehr viel und die Bäche schwellen an.

Färöische Pünklichkeit – oder was davon übrig geblieben ist

Habe ich schon mal erwähnt, dass Island anders ist als die Schweiz? Genau: Kulturunterschied und so. Färöische Kultur ist nochmal ganz anders! Wenn die Isländer schon zu „zehn Minuten zu spät ist noch pünktlich“ neigen, sind zehn Minuten Verspätung bei Färingern die Regel. Beispiel: Der Gottesdienst beginnt nach Plan um 18:00. Um 18:05 wird so langsam angefangen, aber nur, weil die Offiziere Norweger sind 😉 Um 18:10 erscheinen die Musiker, die verantwortlich für den Lobpreis sind, setzen sich an die Instrumente und steigen in das Lied ein, das bereits in vollem Gang ist (begleitet von einem gitarrenkundigen Gottesdienstbesucher, der pünktlicher war). Färinger sind sehr gemütliche Leute, sie lassen sich nicht wirklich stressen und das finde ich gut! Island ist schon ziemlich ruhig und friedlich, aber die Färöer sind noch einmal eine Stufe ruhiger und friedlicher.

Was mir auffällt, ist dass Färinger sehr gutaussehend sind. Vor allem die Mädchen und Frauen! Sie sind so hübsch!! Sie sehen sich alle recht ähnlich, aber ich glaube das liegt daran, dass sie ziemlich isoliert leben und kaum fremdes Blut in ihre Gene einfliesst.

Ich mag es hier auf den Färöern sehr und freue mich auf unseren kleinen Ausflug morgen, bei dem wir noch mehr von der Landschaft sehen werden 🙂 Wir hatten auf jeden Fall ein super Erlebnis gestern mit sehr leckerem Essen in einem Restaurant.

Gruppenfoto mit den Offizieren des Heilsamreekorps in Tórshavn Bjørn-Ove und Randi (Foto Lára)