Isländischer Frühling

Gestern habe ich den botanischen Garten in Akureyri besucht. Unterdessen ist auch in Nordisland Frühlingsstimmung 🙂 Es tut gut, nicht mehr total eingepackt nach draussen gehen zu müssen. Hier ein paar Impressionen vom isländischen Frühing:

Einsames Stiefmütterchen
Ein kleines Insekt. In Island eher selten
Es grünt so grün
Krokusse
In Nachbars Garten
Knospen geben Hoffnung 🙂

Viele, viele pylsur

Letztes Wochende war ziemlich vollgepackt. Am Samstag konnte ich endlich meinen lang gehegten Traum verwirklichen und Skifahren gehen! 🙂 Erla, eine junge Frau aus der Jugendgruppe hat mich mitgenommen. Am Berg haben wir dann noch eine Freundin von Erla getroffen, die sich uns angeschlossen hat. Ausserdem war auch Drea dabei, die das allererste Mal auf alpinen Skiern gestanden hat. Sie ist durch und durch Norwegerin und sehr vertraut mit Langlaufskiern, ist aber noch nie einen Berg hinuntergefahren. Sie hat sich sehr gut geschlagen und hat sogar ein wenig Spass gehabt dabei 😉 Am nächsten Morgen spürte sie allerdings die Folgen der vielen Stürze…

Da das Skigebiet klein und übersichtlich ist, sind wir nicht immer alle zusammengeblieben. Und zwischendurch gabs auch Mal Pause und Zeit, isländische Hotdogs (pylsur) zu essen.

Gruppenfoto 😀 Drea und Erla links und rechts von mir
Foto Erla

Akureyri ist übrigens nicht das Skigebiet, wo man bis zum Ozean hinunterfahren kann. Dies befindet sich in einem der benachbarten Dörfer. Aber trotzdem hatten wir eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Fjord.

Die Aussicht vom Bergrestaurant

Der nächste Tag war gefüllt mit verschiedenen Gottesdiensten. Zuerst waren wir in der Landeskirche in Dalvík zu besuch. Dalvík ist ein Dorf (ca. 1500 Einwohner) ungefähr eine halbe Stunde Autofahrt von Akureyri entfernt. Wir durften dort im Gottesdienst die Heilsarmee, das Projekt Dynamo und uns selber ein wenig vorstellen. Lára hat erzählt, wie Gott in ihren Panikattacken sehr spezifisch zu ihr gesprochen und sie ermutigt hat. Wir waren beeindruckt, wie viele Leute am Gottesdienst teilgenommen hatten, die Kirche war fast voll! Nach dem Gottesdienst gab es Zeit für Gespräche und etwas zu Essen: pylsur! 😀

Der Frauenchor in der Kirche Dalvík hat den Gottesdienst musikalisch unermalt:

Am Abend hatten wir bei uns im Korps Akureyri Gottesdienst. Dabei ging es um das Thema Umwelt und welche Verantwortung uns Gott gegeben hat, als er sagte: „Regiert über die Erde.“ (1.Mose 1,28 frei nach Lou) Regieren heisst eben nicht ausbeuten, sondern dafür sorgen, dass es allen gut geht. Sorge tragen zur Umwelt, zu Mensch und Tieren ist keine politische Aktivität und hat mit Parteien links oder rechts nichts zu tun. Es geht darum, Leben zu erhalten und den Auftrag auszuführen, den Gott uns gegeben hat. So, hier ist meine Predigt zu Ende 😉

Ich mag Montage im Dynamo-Jahr sehr 😀 Sie sind meistens folgendermassen aufgebaut: Am Vormittag Teamsitzung mit einer Kleinigkeit zu essen (Maiswaffeln und Humus), am frühen Nachmittag entweder Vorbereitungszeit oder frei und um 15:00 Heimbund. Letzten Montag sind wir nach dem Heimbund ins Schwimmbad gefahren und haben das schöne Wetter genossen 🙂 Fast hätte ich einen Sonnenbrand gekriegt, aber glücklicherweise nur fast! Nach dem Aufenthalt in der Badi haben wir uns zu Hause an einem einfachen Znacht gütlich getan. Dreimal darfst du raten, was wir gegessen haben. Natürlich: pylsur! Ich mag meine am liebsten mit viiiiiel Zwiebeln und entschuldige mich im Voraus für das Lüftchen.

Wie du siehst, haben wir eine Menge Spass, vergessen aber unseren Auftrag und die ernsthaften Seiten des Lebens dabei nicht. Es ist genial zu sehen, wie Gott uns braucht und Menschen seine Liebe erfahren dürfen! Das ist das schönste Erlebnis!

Hoppla, wie die Zeit verfliegt!

Ja, ich weiss, ich habe mich viiiel zu lange nicht mehr gemeldet… Das tut mir auch ausdrücklich leid und ich mache es wieder gut, indem jetzt ich einen umso längeren Artikel schreibe 😉 Nein, keine Sorge, ich bombardiere dich nicht mit lauter Dingen, die du gar nicht wissen willst. Oder vielleicht doch? Das musst du entscheiden. Aber wenn dem so wäre, dann gib mir doch eine Rückmeldung! Schliesslich ist dieser Blog nicht dafür da, dich zu langweilen, sondern dich auf dem Laufenden zu halten und ein wenig zu amüsieren 🙂

So, nun sind wir alle wieder in Akureyri (eigentlich schon seit letztem Donnerstag Mitternacht, aber das tut nichts zur Sache 😉 ) und es ist echt schön, ein bisschen grauer Alltag zu haben. Auch wenn im Dynamo-Jahr „Alltag“ nicht so eng gesehen werden darf. Wir haben immerhin ein paar Wochen mit nicht allzuviel Spezialprogramm vor uns und das tut zur Abwechslung echt gut! 🙂

Reykjavík ist nach wie vor eine Stadt voller Rätsel für mich. Ich bin ziemlich froh, dass ich dort nicht dauerhaft leben muss, aber Kurzaufenthalte meistere ich unterdessen ziemlich gut 😀 Ich mag die Stadt eigentlich und vor allem die Leute im Heilsarmeekorps dort sind extrem offen, freundlich und ehrlich. Viele von ihnen haben bereits Einiges durchgemacht und haben in der Heilsarmee eine neue Familie gefunden. Und das ist der Geist, den ich dort spüre: Wer hereinkommt, wird willommen geheissen und nach kurzer Zeit in die Familie aufgenommen. Das ist wunderbar!

Reykjavík: Hagel und Sonnenschein. Im Hintergrund die berühmte „Hallgrimskirkja“

Hier in Akureyri hat die Planung des nächsten Schuljahres angefangen und ich bin echt begeistert von den Projekten! 🙂 Mein Herz sagt „Bleib hier und sei Teil davon“, was mein Verstand sagt, habe ich bis jetzt noch nicht schlüssig herausgefunden… Wir werden sehen.

Der Frühling hat sich erst ein bisschen bemerkbar gemacht. Vorgestern haben wir festgestellt, dass es ziemlich warm ist draussen! Das bedeutet in isländischem Wetter: ein paar Grad über Null und keine Mütze und Handschuhe benötigt. Das war unser erster Vorgeschmack auf den Frühling 😀 Heute Nacht hat dann der Winter wieder zugeschlagen und heute war der Boden wieder schneebedeckt. Aber wir geben nicht auf, der Frühling kommt bestimmt!

Unser Garten ist wieder im Schnee, wie so oft in diesem Winter. Anscheinend lässt sich der Frühling noch ein weng Zeit

Arbeit ist nicht alles

Diese Woche war etwas ruhiger. Daher habe ich Zeit, einen Artikel zu schreiben, der einen etwas anderen Einblick in das Dynamo-Team gibt. Also du wirst vor allem Drea sehen 😉 Wenn Drea singt, braucht sie auch ein Mikrofon! Und da ist es eigentlich ziemlich egal, um welchen Gegenstand (oder auch nicht Gegenstand) es sich dabei handelt. Aber sieh doch selbst:

Zuerst fungiert Aron als Mikrofon…

 

… dann ist er selbst der Sänger
Ein Putzmittelspray geht genau so gut…
…wie das Rohr der Abwaschmaschine
Ein Kreuz (schliesslich sind wir Christen! 😉 )
Auch Slimey, selbstgemacht, funktioniert als Mikrofon. Leider nur temporär…
Etwas beständiger ist dagegen der Kerzenhalter
Diverse Küchenutensilien werden als Mikrofon zweckentfremdet. Hier z.B. ein Backhandschuh
Oder ein Messer. Wir sind jederzeit gerüstet!
Auch der „Härdöpfustünggu“ kommt nicht davon
Genauso wenig wie das Abwaschmittel…
…der Wasserkocher…
…das „Chuechetröli“…
…die Bratpfanne…
…oder das Gitter der Fritteuse.
Zu guter Letzt musste auch noch die Lampe dran glauben 😉

Fasnacht auf Isländisch

Ja, stell dir vor: Auch in Island wird Fasnacht gefeiert! Allerdings komplett anders als in der Schweiz. Kindergesänge statt Guggenmusik und viiiiiiel traditionelles Essen. Es sind drei wichtige Tage die nicht unbedingt einen Zusammenhang haben. Die drei Tage Montag und Dienstag vor Aschermittwoch und der Aschermittwoch selber werden jeweils individuell begangen. Leider kenne ich die genauen Hintergründe der Feiertage nicht, ich weiss nur, dass am „Sprengidagur“ Fleisch bis zum Platzen gegessen wird, weil am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Das Fasten vor Ostern ist allerdings etwas in den Hintergrund gerückt und man begeht die Feiertage gerne ohne die folgende Fastenzeit.

Der Montag ist der „Bolludagur“ (sprich: „Bollüdagür“). An diesem Tag werden spezielle Kugeln mit Rahmfüllung, sogenannte „rjómabollur“ (sprich: „rjoumabollür“) gegessen. Auch Berliner und andere süsse Backwaren in Kugelform sind am „Bolludagur“ willkommen 🙂

Traditionelle „rjómabollur“ mit Schokoladenhaube und Rahm-Confitürefüllung

Der Dienstag ist „Sprengidagur“ (sprich: „s-prenggidagür“), der so heisst, weil man isst, bis man platzt. Und zwar nicht irgendetwas, sondern „saltkjöt“ (gesalzenes Fleisch). Wir haben diesen Tag in unserem Team nicht wirklich gefeiert, daher hier ein Foto aus dem Internet, wie dies ungefähr aussieht:

Saltkjöt og baunir, wie es traditionell am Sprengidagur gegessen wird
Quelle: https://www.vino.is/wp-content/uploads/2017/02/saltkjotbaunir-1024×768.jpg

Der Höhepunkt der ganzen Festlichkeiten ist der Aschermittwoch, in Island „Öskudagur“ (sprich: „Ösküdagür“) genannt. Die Kinder verkleiden sich an diesem Tag und singen in verschiedenen Läden und Firmen, um Süssigkeiten zu erhalten. In Akureyri haben die Kinder schulfrei und das Singen beginnt bereits um 7:00 morgens. Die Bilder von diesem Tag liefere ich nach, sobald ich welche habe 😉

Hier nun die Bilder:

Wir waren Sunnas Unterstützung und haben uns auch verkleidet 🙂 Ich bin ein wunderschöner Schmetterling! 😀
Foto Herdís

Unterwegs trafen wir auf Kinder in originellen Verkleidungen 😀 In der Mitte ist Rakel als Getränkeverpackung 😀

Sunna und ihre Ausbeute 🙂

Im Radio

Vor ein paar Wochen war ich Gast beim christlichen Radiosender „Lindin“ in Akureyri, um von Gebetserhörungen zu erzählen. Ich war die Letzte aus der Reihe des Dynamo-Teams.

Hier kannst du das Interview anhören, es ist in englisch und isländisch (du musst ein bisschen scrollen, es ist das Dritte):

https://l.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Flindin.is%2Feinstakir-thaettir%2F%3Fsapurl%3DLythZGZlL2xiL21zLytkeWNiZ3ZwP2JyYW5kaW5nPXRydWUmZW1iZWQ9dHJ1ZQ%26fbclid%3DIwAR2mYAG3ytWBna7pf_6RpI9gQKZoq9ZR9HT-tF9ZQNE7ixZSotLfEtA4hWw&h=AT2BkNEWNt71GVj5DMKSd55I555J7gXLmRDNF4iKSLGtPnpsiOuYIudQGLVGoesM4E0W7Qz_hJeP7esVH-Ad224lvAy5jltpc-KJAJk02Qn0nnjNGxnpg1fkUAbTpg

 

Wir sind wieder dahaaa!

Jaaa, wir sind zurück in Akureyri! 😀 Leider sieht das Winterwunderland nicht ganz meinen Erwartungen entsprechend aus… Der Schnee ist grösstenteils geschmolzen und Island hat uns mit Regen und sturmartigen Windböen willkommen geheissen. Nichtsdestotrotz ist es genial, wieder hier zu sein. Eine wohlige Wärme hat sich in mir breit gemacht, als wir Akureyri vom Hügel aus sehen konnten. Ja, hier bin ich im Moment zu Hause! Wohin mich mein weiterer Weg führt, weiss ich immer noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass ich rechtzeitig die nötigen Informationen erhalte 🙂

Heute ist nach dem Sturm wunderschönes Wetter. Die Sonne scheint und wir sind voller Tatendrang 🙂 Es stehen so viele wunderbare Erlebnisse an! Ein paar Tage in einem Ferienhaus, ein Wochenende in Reykjavík, ein paar Tage in Norwegen, eine Woche in Reykjavík, ein paar Tage in London und im Mai meine Eltern zu Besuch! 🙂 Ich werde im Detail mehr darüber erzählen, was wir wo genau machen. Jetzt im Moment bin ich einfch froh, wieder in Akureyri zu sein, obwohl die zwei Wochen auf den Färöern super waren!

Was man alles essen kann

In Island gibt es im Januar/Februar ein Fest, genannt „þorrablót“, bei dem man traditionelle Speisen isst. Diese bestehen meist aus Fleisch oder Fisch, da es in der Zeit der Besiedlung kaum Alternativen gab. Da ich neugierig bin und nicht davor zurückschrecke „grusige“ Dinge zu probieren, habe ich mich bei Villa, einer Dame aus der Heilsarmee (die auch noch unsere Nachbarin ist) eingeladen, um einige dieser Speisen zu probieren.

Da ich vergessen habe, Fotos zu machen, habe ich im Internet nach Bildern dieser Spezialitäten gesucht.

„Súr matur“, zu Deutsch: „Saures Essen“ Quelle:  https://guidetoiceland.is/image/376426/x/0/best-annual-events-in-iceland-1.jpg

Alle diese Dinge auf dem Bild haben einen sauren Geschmack, da sie im „Wasser“, das bei der Herstellung von Skýr anfällt, konserviert werden. Dieses „Wasser“ ist sauer und enthält verschiedene Enzyme und Bakterien, die das Fleisch konservieren. Ich konnte mir leider nicht alle Namen merken, aber das Weisse (unscharf im Vordergrund) ist Walfleisch, die anderen sind Pasteten oder Rouladen aus Fleisch (meistens Lammfleisch). Auch den berühmten Hákarl (fermentierter Hai) habe ich probiert und nicht erbrochen! 😉

Hákarl, wie man ihn kaufen kann
Quelle: https://assets.atlasobscura.com/media/W1siZiIsIjIwMTcvMTEvMTMvMTcvNDEvNTgvMTdkMTYwNjktMzc0Zi00ZDQ0LThlOGEtYTUxMmViMjYyN2I0L2ZpbGUuanBnIl0sWyJwIiwiY29udmVydCIsIi1xdWFsaXR5IDgxIC1hdXRvLW9yaWVudCJdLFsicCIsInRodW1iIiwiNTgweDU4MCMiXV0/file.jpg

Nichts davon ist so eklig, dass ich es nicht heruntergebracht hätte. Aber ebenso ist nichts davon so lecker, dass ich es immer wieder essen möchte 🙂 Ich bin froh, dass es heute in Island möglich ist, auch anderes zu essen und ich nicht von „súr matur“ und „hákarl“ übeleben muss 😉

Zum Abschluss habe ich noch Trockenfisch mit Butter gegessen, den mag ich wirklich!

Trockenfisch mit Butter
Quelle: https://guidetoiceland.imgix.net/376427/x/0/best-annual-events-in-iceland-2?auto=compress%2Cformat&ch=Width%2CDPR&dpr=1&ixlib=php-2.1.1&w=883&s=2434d5be70f6ec3ac72699aada9c958f

Es war den Ausflug definitiv wert und Villa hat sich sehr gefreut, mir diese Spezialitäten aufzutischen 🙂

Danke, danke, danke, liebes Heilsarmeekorps Biel!!

Heute habe ich meinen Gutschein für zwei Stunden reiten eingelöst, den ich zum Abschied vom Korps Biel erhalten habe. Dank der grosszügigen Spende meiner Eltern konnten mich Drea und Lára auf dieses Abenteuer begleiten 😀 Vielen herzlichen Dank dafür!!

Wir hatten tolles Winterwetter! Zwar keinen Sonnenschein, dafür viel Schnee und keinen Wind 🙂 Es wurde mit der Zeit schon etwas kalt auf dem Pferderücken, aber ich hielt es erstaunlich gut aus 😀 Wir sahen am Schluss zwar aus wie Schneemänner aber es hat grossen Spass gemacht!

Die Islandpferde sind super! Sehr lieb, gut trainiert und trittsicher. Sie sind nicht so gross, was für mich perfekt ist 🙂 Ich konnte zum ersten Mal tölten, das war super! Der Tölt ist die vierte Gangart der Islandpferde neben Schritt, Trab und Galopp. Er ist etwa so schnell wie Trab, aber viiiiel bequemer 🙂 Trotzdem dass ich schon seit über 12 Jahren nicht mehr auf einem Pferd gesessen bin, konnte ich noch erstaunlich gut reiten 😉 Aber ich spüre diverse Muskeln, die ich normalerweise nicht spüre 😉 Wir drei Dynamo-Frauen haben den Ritt und Kuchen, Tee und heisse Schokolade im Anschluss sehr genossen! 🙂

Für den wunderbaren Ausflug heute möchte ich mich beim Korps Biel nochmal von Herzen bedanken! Ihr habt es möglich gemacht! 🙂 Seid gesegnet und vergelt’s Gott!

Drei glückliche Frauen im Schnee 😀 (Foto Pia, unsere Führerin)

Die Hofhunde waren sehr verschmust und lieb. Sie genossen die Aufmerksamkeit sichtlich 🙂 (Foto Lára)

Beim Kuchen gabs auch noch Streicheleinheiten für Kaspar, eine der Hofkatzen 🙂

Da ist Spontanität gefragt

Am Freitagabend wurden wir drei Dynamo-Frauen zu Hause abgeholt um nach Hólavatn zu fahren. Wir luden also Sack und Pack in einen Minibus ein, begrüssten die drei Teenager (eigentlich vier, aber einer war leider krank) und die zwei Offiziere von Reykjavík und den Färöern. Unser kleines Lager bestand also aus drei Offizieren (Birna aus Akureyri, Hjördís aus Reykjavík und Bjrn-Ove von den Färöern), drei Teenagern und uns drei. Somit hatten die Teens 2:1-Betreuung 😉 Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, sie sind alle sehr herzig und lieb 🙂 In Island werden die Teenager bereits mit 13 Jahren konfirmiert. Unsere drei Konfirmanden waren daher einiges jünger als sie das in der Schweiz wären.

Ja, geplant wäre ja gewesen, dass wir nach Hólavatn fahren. Wir waren auch fast dort. Nur leider war die Strasse zum Lagerhaus hüfthoch eingeschneit, es gab kein Durchkommen, weder mit dem Auto noch zu Fuss. Ja, da ist dann Spontanität gefragt! Schnell überlegten sich die Offiziere einen Plan B, der dann hiess, zurück nach Akureyri. Hólavatn liegt nur etwa 40km ausserhalb von Akureyri, daher war das ein machbarer Weg.

Zurück in Akureyri haben wir erstmal alles Gepäck in der Heilsarmee ausgeladen, dort Abendessen gekocht und gegessen. Danach startete das normale Programm, einfach um ca. eine Stunde nach hinten verschoben. Es gab für die Teens eine Lektion zum Thema „Glauben“ und ein Zeugnis von Drea. Danach wurde entschieden, dass die Teens bei uns im Haus übernachten sollten. Die zwei Mädchen im Gästezimmer im Doppelbett und der Junge auf dem Sofa. So nahmen wir sie mit nach Hause und quartierten sie ein. Alle waren sehr müde, daher gingen wir bald zu Bett.

Der Samstag verlief einigermassen wie geplant. Lektionen zu verschiedenen Themen, Zeugnisse von Lára und mir, Handballmatch schauen… Ausser dass wir statt schlittenfahren baden gingen. War auch lustig 😀 Wir legten uns in den Schnee und gingen dann zurück ins ca. 38°C warme Wasser. Wir hatten sehr viel Spass mit diesen jungen Menschen, die wir erst gerade kennengelernt hatten. Am Abend schauten wir noch gemeinsam den Film „I can only imagine“. Er beruht auf einer wahren Geschichte und ist sehr berührend.

Der Sonntag war schon wieder Abreisetag. Wir feierten gemeinsam Gottesdienst. Um 16:00 flog das Flugzeug mit unseren Gästen ab und wir Dagebliebenen feierten Dreas zwanzigsten Geburtstag!

Hier ein paar Eindrücke dieses Wochenendes:

Lára mit den drei Teens (Foto Lára)

Isländisches Monopoly (Foto Drea)

Aushelfen im Büro (Foto Drea)

Spiel und Spass 😀 (Foto Drea)

Einsatz im Gottesdienst (Foto Drea)

„Í skugga vængja þinna“ im Bossanova-Stil 😀 Risto am Klavier ist einfach genial!!

Dreas Geburtstagskuchen! Von Hannes und Birna bestellt 🙂 (Foto Drea)

Geburtstag feiern im „Greifinn“ 🙂 Es war sehr lecker! (Foto Lára)