Drea hat ihr Herz verloren…

Sicher weisst du bereits, dass ich Island fest in mein Herz geschlossen habe. Ungefähr so stark ist Dreas Liebe für die Färöischen Inseln, wenn nicht stärker 😉 Ist ja auch kein Wunder! Die Landschaft ist wunderschön, das Wetter zwar oft regnerisch, aber weniger kalt als in Akureyri und die Leute sind wahnsinnig gastfreundlich! 🙂

Wir wurden bereits vier Mal eingeladen in den letzten drei Tagen. Am Montag zum Znacht bei den Korpsleitern und nach dem Gebetstreffen zu Kaffee, Tee und Crèpes bei einer Familie des Korps. Heute sind wir zum Znacht bei einer anderen Familie eingeladen und morgen nochmals bei denjenigen, die uns zu Kaffee und Tee eingeladen haben. Wahrscheinlich werden wir diese Woche nicht sehr oft kochen, wir werden ständig eingeladen 😀 Es ist super, die Leute kennenzulernen und Vieles über das Land zu lernen.

Was uns drei Frauen auch besonders beeindruckt hat, ist die Musikalität der Färinger. Praktisch alle spielen mindestens ein Instrument und singen können die! Heute Morgen war ein Treffen für ältere Herren und ich habe noch kaum einen besseren Amateur-Männerchor gehört! Wir waren hin und weg! Und ein bisschen beschämt, danach unseren Liedvortrag zu präsentieren, da der Standard hier unglaublich hoch ist.

Heute Nachmittag dürfen wir zu einem Bauern und seine Schafe streicheln 🙂 Dies ist ein grosser Wunsch von Drea! Bis jetzt war sie nicht besonders erfolgreich… Darum ist heute ein grosser Tag für sie 😀

Ja, Drea wird höchstwahrscheinlich nicht das letzte Mal auf den Färöern gewesen sein. Und ich freue mich, sie dann mal zu besuchen, wenn sie hier sesshaft geworden ist 😉

Man hat nie ausgelernt

Sachen, die ich bereits gelernt habe:

  • Beim Input kurze Sätze sprechen, damit der Übersetzer nicht ins Schwitzen kommt.
  • Täglich neu Gott vertrauen, dass er alles im Griff hat.
  • Schon ein ganzes Stück Isländisch, ein bisschen Norwegisch, ein bisschen Färöisch, ziemlich viel Englisch.
  • Dass auch nervige Menschen Liebe brauchen.
  • Müdigkeit, Hunger und schlechte Laune gehen Hand in Hand. Ist aber keine Entschuldigung jemanden anzuschnauzen!
  • Es ist alles halb so schlimm, wenn man etwas Distanz gewinnt.
  • Es ist angstrengend 24 Stunden am Tag mit den gleichen Leuten zusammen zu sein. Ich tanke auf, wenn ich alleine bin und die Zeit hier macht es manchmal schwierig, genügend Rückzugsmöglichkeiten zu finden.
  • „Agurk“ ist „Gurke“ auf Färöisch 😀
  • Vulkaninseln sind wunderschön!!
  • Es ist ok, nicht immer alles bis ins Detail vorbereitet zu haben.
  • Alles hat ein Ende…
  • Das Beste liegt noch vor mir!
  • Viele Leute im Norden Europas lernen Deutsch in der Schule, aber nur wenige sprechen es wirklich.
  • In einer gesunden Familie aufgewachsen zu sein, ist nicht selbstverständlich und erfüllt mich immer wieder mit Dankbarkeit.
  • Was die einen lecker finden, ist für die anderen ekelhaft 😉
  • Kultur ist nicht gleich Kultur.
  • Auch blauäugige Menschen können überlegt handeln 😉
  • Weltweit bilden Christen eine grosse Familie. Wildfremde Menschen sind sich nah durch den gemeinsamen Glauben.
  • Armut ist so oft unsichtbar und selten materiell…
  • Wasser wäscht sauber auch wenn es nach Schwefel riecht.
  • Intelligente Menschen treffen manchmal dumme Entscheidungen.
  • Es ist nicht an mir über andere zu richten. Aber konstruktive Kritik ist oft willkommen.
  • Mein Ego muss immer kleiner werden.
  • Geduld ist die Kunst des Lebens 🙂

Ich könnte diese Liste praktisch endlos weiterführen. Dies sind zum Teil Dinge, die ich in den letzten Monaten neu gelernt habe, zum Teil habe ich  ein Stück mehr daran weitergelernt. Im nächsten Mai werde ich dreissig und ich habe noch lange nicht ausgelernt!

Ausflug in den Norden der Färöer

Das windige und regnerische Wetter hat uns heute nicht davon abgehalten, den Ausflug in den Norden der Inselgruppe zu geniessen 🙂

Als Bjørn-Ove uns erklärte, wo wir heute hinfahren, nahm er eine Karte der färöischen Inseln zur Hand und sagte: „Das ist die Karte des Himmels.“ Und er meinte es! Er ist total glücklich hier und begeistert von allem, was er uns zeigte.

Wir erkundeten den Norden der Färöer und fuhren zwischen den Inseln hin und her. Die Inseln im Norden sind alle relativ nah beieinander und mit Brücken und Tunnels verbunden. Zuerst fuhren wir nach Klaksvík, danach nach Gjogv und Eiði. In Eiði besuchten wir ein Rehabilitationszentrum für drogen- und/oder alkoholabhängige junge Erwachsene. Das war sehr spannend!

Hier ein paar Eindrücke unserer kleinen Reise:

Beim Zmittag im Restaurant. Die beiden charmanten Damen sind natürlich meine Teammitglieder Lára und Drea
Das malerische Feriendorf Gjogv
Es ist wunderschön dort!
Wasserfälle sind sehr häufig auf den Färöern. Besonders im Moment regnet es sehr viel und die Bäche schwellen an.

Färöische Pünklichkeit – oder was davon übrig geblieben ist

Habe ich schon mal erwähnt, dass Island anders ist als die Schweiz? Genau: Kulturunterschied und so. Färöische Kultur ist nochmal ganz anders! Wenn die Isländer schon zu „zehn Minuten zu spät ist noch pünktlich“ neigen, sind zehn Minuten Verspätung bei Färingern die Regel. Beispiel: Der Gottesdienst beginnt nach Plan um 18:00. Um 18:05 wird so langsam angefangen, aber nur, weil die Offiziere Norweger sind 😉 Um 18:10 erscheinen die Musiker, die verantwortlich für den Lobpreis sind, setzen sich an die Instrumente und steigen in das Lied ein, das bereits in vollem Gang ist (begleitet von einem gitarrenkundigen Gottesdienstbesucher, der pünktlicher war). Färinger sind sehr gemütliche Leute, sie lassen sich nicht wirklich stressen und das finde ich gut! Island ist schon ziemlich ruhig und friedlich, aber die Färöer sind noch einmal eine Stufe ruhiger und friedlicher.

Was mir auffällt, ist dass Färinger sehr gutaussehend sind. Vor allem die Mädchen und Frauen! Sie sind so hübsch!! Sie sehen sich alle recht ähnlich, aber ich glaube das liegt daran, dass sie ziemlich isoliert leben und kaum fremdes Blut in ihre Gene einfliesst.

Ich mag es hier auf den Färöern sehr und freue mich auf unseren kleinen Ausflug morgen, bei dem wir noch mehr von der Landschaft sehen werden 🙂 Wir hatten auf jeden Fall ein super Erlebnis gestern mit sehr leckerem Essen in einem Restaurant.

Gruppenfoto mit den Offizieren des Heilsamreekorps in Tórshavn Bjørn-Ove und Randi (Foto Lára)

Auf den Färöern

Gestern Mittag sind wir auf den färöischen Inseln angekommen. Wir werden die nächsten zwei Wochen hier verbringen, zuerst eine Woche in der Hauptstadt Tórshavn, danach eine Woche in Vágur, im Süden der Inselgruppe.

Die Färöer sind landschaftlich ähnlich wie Island, nur schroffer und kleiner. Das Wetter ist, durch das Inselklima bedingt, windig und regnerisch. Lára und ich haben heute eine kleine Stadtrundfahrt in einem der roten Gratisbusse gemacht. Tórshavn ist eine malerische kleine Stadt, mit ca. 20’000 Einwohnern (also etwa gleich gross wie Akureyri). Die Häuser sind alle im gleichen Stil erbaut mit Giebeldächern und farbigen Fassaden.

Das ist einer der roten Gratisbusse. Wer findet Lára?

Mitten in der Stadt trifft man auch auf Wiesen mit Schafen und kleinen süssen Häuschen. Dieser Teil gefällt mir am besten 🙂

Schafwiesen mitten in der Stadt 🙂 Leider hat mein Kameraobjektiv ein paar Regentropfen abbekommen…

Heute Abend haben wir den ersten Einsatz, wir haben Spiele für die Jugendgruppe vorbereitet und helfen beim Kochen. Der Sonntag ist vollgepackt: Gottesdienst um 11:00, Sonntagsschule um 14:00, zweiter Gottesdienst um 18:00. Wir helfen mit Andachten, Zeugnissen und Liedern aus. Ich freue mich auf unseren Einsatz hier, auch wenn ich dafür das Winterwunderland zurücklassen musste…

Was man alles essen kann

In Island gibt es im Januar/Februar ein Fest, genannt „þorrablót“, bei dem man traditionelle Speisen isst. Diese bestehen meist aus Fleisch oder Fisch, da es in der Zeit der Besiedlung kaum Alternativen gab. Da ich neugierig bin und nicht davor zurückschrecke „grusige“ Dinge zu probieren, habe ich mich bei Villa, einer Dame aus der Heilsarmee (die auch noch unsere Nachbarin ist) eingeladen, um einige dieser Speisen zu probieren.

Da ich vergessen habe, Fotos zu machen, habe ich im Internet nach Bildern dieser Spezialitäten gesucht.

„Súr matur“, zu Deutsch: „Saures Essen“ Quelle:  https://guidetoiceland.is/image/376426/x/0/best-annual-events-in-iceland-1.jpg

Alle diese Dinge auf dem Bild haben einen sauren Geschmack, da sie im „Wasser“, das bei der Herstellung von Skýr anfällt, konserviert werden. Dieses „Wasser“ ist sauer und enthält verschiedene Enzyme und Bakterien, die das Fleisch konservieren. Ich konnte mir leider nicht alle Namen merken, aber das Weisse (unscharf im Vordergrund) ist Walfleisch, die anderen sind Pasteten oder Rouladen aus Fleisch (meistens Lammfleisch). Auch den berühmten Hákarl (fermentierter Hai) habe ich probiert und nicht erbrochen! 😉

Hákarl, wie man ihn kaufen kann
Quelle: https://assets.atlasobscura.com/media/W1siZiIsIjIwMTcvMTEvMTMvMTcvNDEvNTgvMTdkMTYwNjktMzc0Zi00ZDQ0LThlOGEtYTUxMmViMjYyN2I0L2ZpbGUuanBnIl0sWyJwIiwiY29udmVydCIsIi1xdWFsaXR5IDgxIC1hdXRvLW9yaWVudCJdLFsicCIsInRodW1iIiwiNTgweDU4MCMiXV0/file.jpg

Nichts davon ist so eklig, dass ich es nicht heruntergebracht hätte. Aber ebenso ist nichts davon so lecker, dass ich es immer wieder essen möchte 🙂 Ich bin froh, dass es heute in Island möglich ist, auch anderes zu essen und ich nicht von „súr matur“ und „hákarl“ übeleben muss 😉

Zum Abschluss habe ich noch Trockenfisch mit Butter gegessen, den mag ich wirklich!

Trockenfisch mit Butter
Quelle: https://guidetoiceland.imgix.net/376427/x/0/best-annual-events-in-iceland-2?auto=compress%2Cformat&ch=Width%2CDPR&dpr=1&ixlib=php-2.1.1&w=883&s=2434d5be70f6ec3ac72699aada9c958f

Es war den Ausflug definitiv wert und Villa hat sich sehr gefreut, mir diese Spezialitäten aufzutischen 🙂

Danke, danke, danke, liebes Heilsarmeekorps Biel!!

Heute habe ich meinen Gutschein für zwei Stunden reiten eingelöst, den ich zum Abschied vom Korps Biel erhalten habe. Dank der grosszügigen Spende meiner Eltern konnten mich Drea und Lára auf dieses Abenteuer begleiten 😀 Vielen herzlichen Dank dafür!!

Wir hatten tolles Winterwetter! Zwar keinen Sonnenschein, dafür viel Schnee und keinen Wind 🙂 Es wurde mit der Zeit schon etwas kalt auf dem Pferderücken, aber ich hielt es erstaunlich gut aus 😀 Wir sahen am Schluss zwar aus wie Schneemänner aber es hat grossen Spass gemacht!

Die Islandpferde sind super! Sehr lieb, gut trainiert und trittsicher. Sie sind nicht so gross, was für mich perfekt ist 🙂 Ich konnte zum ersten Mal tölten, das war super! Der Tölt ist die vierte Gangart der Islandpferde neben Schritt, Trab und Galopp. Er ist etwa so schnell wie Trab, aber viiiiel bequemer 🙂 Trotzdem dass ich schon seit über 12 Jahren nicht mehr auf einem Pferd gesessen bin, konnte ich noch erstaunlich gut reiten 😉 Aber ich spüre diverse Muskeln, die ich normalerweise nicht spüre 😉 Wir drei Dynamo-Frauen haben den Ritt und Kuchen, Tee und heisse Schokolade im Anschluss sehr genossen! 🙂

Für den wunderbaren Ausflug heute möchte ich mich beim Korps Biel nochmal von Herzen bedanken! Ihr habt es möglich gemacht! 🙂 Seid gesegnet und vergelt’s Gott!

Drei glückliche Frauen im Schnee 😀 (Foto Pia, unsere Führerin)
Die Hofhunde waren sehr verschmust und lieb. Sie genossen die Aufmerksamkeit sichtlich 🙂 (Foto Lára)
Beim Kuchen gabs auch noch Streicheleinheiten für Kaspar, eine der Hofkatzen 🙂

Da ist Spontanität gefragt

Am Freitagabend wurden wir drei Dynamo-Frauen zu Hause abgeholt um nach Hólavatn zu fahren. Wir luden also Sack und Pack in einen Minibus ein, begrüssten die drei Teenager (eigentlich vier, aber einer war leider krank) und die zwei Offiziere von Reykjavík und den Färöern. Unser kleines Lager bestand also aus drei Offizieren (Birna aus Akureyri, Hjördís aus Reykjavík und Bjrn-Ove von den Färöern), drei Teenagern und uns drei. Somit hatten die Teens 2:1-Betreuung 😉 Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, sie sind alle sehr herzig und lieb 🙂 In Island werden die Teenager bereits mit 13 Jahren konfirmiert. Unsere drei Konfirmanden waren daher einiges jünger als sie das in der Schweiz wären.

Ja, geplant wäre ja gewesen, dass wir nach Hólavatn fahren. Wir waren auch fast dort. Nur leider war die Strasse zum Lagerhaus hüfthoch eingeschneit, es gab kein Durchkommen, weder mit dem Auto noch zu Fuss. Ja, da ist dann Spontanität gefragt! Schnell überlegten sich die Offiziere einen Plan B, der dann hiess, zurück nach Akureyri. Hólavatn liegt nur etwa 40km ausserhalb von Akureyri, daher war das ein machbarer Weg.

Zurück in Akureyri haben wir erstmal alles Gepäck in der Heilsarmee ausgeladen, dort Abendessen gekocht und gegessen. Danach startete das normale Programm, einfach um ca. eine Stunde nach hinten verschoben. Es gab für die Teens eine Lektion zum Thema „Glauben“ und ein Zeugnis von Drea. Danach wurde entschieden, dass die Teens bei uns im Haus übernachten sollten. Die zwei Mädchen im Gästezimmer im Doppelbett und der Junge auf dem Sofa. So nahmen wir sie mit nach Hause und quartierten sie ein. Alle waren sehr müde, daher gingen wir bald zu Bett.

Der Samstag verlief einigermassen wie geplant. Lektionen zu verschiedenen Themen, Zeugnisse von Lára und mir, Handballmatch schauen… Ausser dass wir statt schlittenfahren baden gingen. War auch lustig 😀 Wir legten uns in den Schnee und gingen dann zurück ins ca. 38°C warme Wasser. Wir hatten sehr viel Spass mit diesen jungen Menschen, die wir erst gerade kennengelernt hatten. Am Abend schauten wir noch gemeinsam den Film „I can only imagine“. Er beruht auf einer wahren Geschichte und ist sehr berührend.

Der Sonntag war schon wieder Abreisetag. Wir feierten gemeinsam Gottesdienst. Um 16:00 flog das Flugzeug mit unseren Gästen ab und wir Dagebliebenen feierten Dreas zwanzigsten Geburtstag!

Hier ein paar Eindrücke dieses Wochenendes:

Lára mit den drei Teens (Foto Lára)
Isländisches Monopoly (Foto Drea)
Aushelfen im Büro (Foto Drea)
Spiel und Spass 😀 (Foto Drea)
Einsatz im Gottesdienst (Foto Drea)

„Í skugga vængja þinna“ im Bossanova-Stil 😀 Risto am Klavier ist einfach genial!!

Dreas Geburtstagskuchen! Von Hannes und Birna bestellt 🙂 (Foto Drea)
Geburtstag feiern im „Greifinn“ 🙂 Es war sehr lecker! (Foto Lára)

Das Winterwunderland ist zurück!

Eeeeendlich hat es wieder Schnee!! Ich freue mich extrem 😀 Leider sind die Fotos nur ein billiger Abklatsch dessen, was die Realität hier zu bieten hat. Aber besser als Nichts 😉

Unser Garten im Schnee 🙂
Wäscheständer und Gemüsegarten

Heute Morgen war ich joggen. Es war wunderbar durch ca. 30cm Schnee zu rennen! 🙂 Das macht echt Spass und ist besser für die Gelenke 😉

Neues in und um Akureyri

Schon ist fast eine Woche um, seit ich zurück in Island bin und der Alltag hat mich wieder 🙂 Aber es ist ein sehr guter, abwechslungsreicher Alltag! Wir drei Dynamo-Frauen haben eine Menge Spass zusammen, sei es beim Filme und Serien Schauen, Stricken, Kochen oder auch beim Arbeiten in Hertex 😉

Seit dem letzten Einsatz dort haben wir einen neuen Mitbewohner 😉 Er heisst Junior und ist eine lebensechte Babypuppe 😀 Drea konnte sich kaum noch von ihm trennen, nachdem sie ihn erblickt (und vorallem erfühlt) hatte und bekam ihn kurzerhand von Gugga, der Leiterin der Hertex in Akureyri, als spätes Weihnachtsgeschenk 😀 Sowieso verlassen wir die Hertex selten ohne neue Errungenschaften. Lára kaufte sich kleine Teddybären, Drea einen neuen Pulli, ich ein paar Jeans und eine Fritteuse. Eine Fritteuse! Ich dachte nie, dass ich mir jemals so etwas Unnützes kaufen würde! 😉 Tja, sag niemals nie… Jetzt können wir auf jeden Fall frisch fröhlich vor uns her frittieren und wenn wir die Fritteuse nicht mehr brauchen, geht sie zurück in die Hertex 😀

Drea mit Junior, unserem neuen Mitbewohner, der nie erwachsen werden wird… (Foto Lára)

Das war „Neues IN Akureyri“, jetzt kommt „Neues UM Akureyri“ 😀 Akureyri ist, wie du sicher unterdessen weisst, praktisch rundum von Bergen umgeben. Um diese Berge zu überwinden gibt es Strassen. Diese sind aber im Winter oft unpassierbar, was die Leute in den Dörfern auf der anderen Seite davon abhält, nach Akureyri zu gelangen und z.B. medizinische Hilfe zu bekommen. Darum wurde ein neuer Tunnel gebaut, der eine der Strassen ersetzen soll, die am meisten geschlossen werden müssen. Es ist tatsächlich ein grosser, zweispuriger Tunnel mit Beleuchtung! Man glaubt es kaum! 😉 Dieser Tunnel wurde heute mit einer langen Zeremonie eingeweiht. Ein Teil davon war, dass man durch den Tunnel rennen konnte. Natürlich war ich sofort begeistert, als Herdís mir davon erzählte! Also sind wir heute 7,6km durch den frisch eingeweihten Tunnel gerannt. Es hat Spass gemacht! 😀

Vor dem Eingang des Tunnels auf der Akureyri-Seite (Foto Herdís)
Jap, wir haben es geschafft! 😀 (Foto Herdís)