Das Ende naht…

Tatsächlich! Das Dynamo-Jahr nähert sich mit unglaublich grossen Schritten dem Ende…! Ich bin etwas traurig, Island schon so bald verlassen zu müssen, freue mich aber gleichzeitig, nach ein paar Wochen Skandinavien (Norwegen und Dänemark) nochmal zurückzukehren und Nordisland mit Jeruscha, Sara und Melody zu entdecken 😀

Letzten Sonntag fand in der Heilsarmee ein Abschiedsgottesdienst mit anschliessender kleiner Party statt.

Die Vorbereitungen für das Essen laufen auf Hochtouren
Foto Herdís
Wir drei Dynamo-Frauen hochkonzentriert 😉
Foto Herdís
Schokolaaaaaadenkuchen 😀
Foto Drea
Letztes Bild mit unseren Mormonen-Freunden
Foto Lára

Als Abschiedsgeschenk  erhielten wir eine goldene Island-Halskette von der Heilsarmee 🙂 Nun tragen wir Island immer um den Hals (und im Herzen) 😉

Die rotgoldene Island-Halskette

Ja, es wird schwierig, Island zu verlassen. Aber ich weiss, ich werde zurückkommen 😀 Diese Insel wird mich so bald nicht wieder los 😉 Und ich werde hier noch ein Weilchen weiterberichten. Schliesslich stehen noch das Jugendfestival und der Kongress in Norwegen an und dann werde ich noch ein bisschen in Skandinavien herumtingeln. Falls es dich also interessiert, was ich weiterhin so erlebe, bleib dran 🙂 Ich würde mich freuen!

 

Familienlager in Úlfljótsvatn

Von letztem Dienstag bis letzten Freitag waren wir als Dynamo-Team als Leiter im Familienlager in Úlfljótsvatn dabei. Das Lager ist von der Sozialarbeit der Landeskirche und der Heilsarmee gemeinsam organisiert. Zielgruppe sind Familien, die sich Ferien im Ausland nicht leisten können und daher den ganzen Sommer in Island verbringen. Die Kinder dieser Familien sollen ein gutes Erlebnis ausserhalb der eigenen vier Wände haben und die Eltern etwas Entspannung.

Wir waren eine buntgemischte, internationale Gruppe mit Kindern vom Babyalter bis zu Teenagern. Es hat echt Spass gemacht, mit den Kindern zu spielen, das super Wetter zu geniessen, rumzublödeln und ein kleines bisschen Feriengefühl zu erleben.

Doch genug der Worte, hier kommen noch ein paar Bilder:

Klettern und ausprobieren im Wasser. Foto Sædís
Bogenschiessen. Foto Siggi
Auch Wikingerschach (Kubb) war ein Teil der Aktivitäten. Foto Siggi
Gruppenspiele. Foto Siggi
Bereit zum Bootfahren. Foto Drea
Auch Tiere waren dort und durften gestreichelt werden 🙂 Foto Drea
Bereit zum Klettern 😀 Foto Drea
Diesen Turm galt es zu erklimmen

Der Ruhm für das Titelbild gehört Magga 😉 Nur damit ich mich nicht mit fremden Lorbeeren schmücke.

Kurzkinderlager in Hólavatn

Von Donnerstag bis heute waren wir in einem Kurzkinderlager im Lagerhaus des CvjM in Hólavatn (sprich Houlawatn). Habe ich schon mal erwähnt, dass Isländer nicht besonders kreativ sind, wenn es darum geht, etwas zu benennen? „Hólavatn“ bedeutet einfach „Hügelsee“ 😉 Das Lager war spannend, anstrengend, erfrischend, fröhlich und spassig. Wir hatten perfektes Wetter (merci Jesus!) und konnten die ganze Zeit draussen sein. Das Haus ist wunderschön an einem kleinen See gelegen, von Föhren und Lärchen bewachsenen Hügeln gegen den Wind abgeschirmt. Ein perfekter Ort, um einfach Kind sein zu dürfen.

Wunderschöne Idylle
Einfach Kind sein dürfen 🙂
Aussicht vom Hügel auf Hólavatn

Das Programm war freier gestaltet als ich mir das von schweizer Kinderlagern gewöhnt bin. Die allermeiste Zeit verbrachten die Kinder einfach draussen mit verschiedensten Spielen. Sei es Fussball, Basketball, Tretauto fahren, am See baggern oder mit den Pedalos und Ruderbooten auf den See hinaus fahren. Einige wagemutige Kinder badeten sogar im See, obwohl das Wasser wahrscheinlich kaum wärmer als 13°C war… Ich lief die meiste Zeit mit meinem Lopapeysa herum, während einige der Kinder nur kurze Hosen und T-Shirt trugen. Auch unsere Hauptleiterin trug die meiste Zeit kurze Hosen. Für dich scheint das vielleicht jetzt nicht so

abwegig, ist es doch anfangs Juni. Ja, schon, aber in Island ist der Sommer nicht so heiss wie in der Schweiz. Wir hatten wunderschönes Wetter, aber kaum wärmer als 15°C in der Sonne.

Mit den Pedalos den See erobern

Zum Abschluss des Lagers wurden die Eltern zu Pylsur (Hotdogs) eingeladen. Die Kinder zeigten ihnen kurze Theäterli, die sie am ersten Tag einstudiert hatten. Am Ende gab es für jedes Kind ein Diplom und für das Zimmer mit der besten Ordnung, der besten Nachtruhe, dem besten Benehmen am Esstisch und der besten Teilnahme am täglichen Fahnenaufzug gab es einen kleinen Schleckstengel als Belohnung.

Neue Mitglieder

Heute ist ein freudiger Tag 😀 Wir hatten am Morgen im Gottesdienst die Aufnahme von meinen zwei Teamkolleginnen in den engeren Freundeskreis der Heilsarmee  🙂 Und zusätzlich hat sich unser Jugendarbeiter Siggi als Soldat der Heilsarmee einreihen lassen 🙂 Es war ein lustiger, spannender und abwechslungsreicher Gottesdienst! 😀

Hier ein paar Impressionen:

Aufnahme von Drea und Lára in den engeren Freundeskreis
Foto Herdís
Einreihung von Siggi als Soldat
Foto Herdís
Drei Salutisten, davon einer „frischgebacken“ 😉
Foto Hannes

Noch ein paar Fotos

Das letzte Mal als ich im Loublog etwas schrieb, waren wir noch in Akureyri. Von dort reisten wir mit Zwischenhalten (wie am Ende des Artikels Rundreise Siglufjörður geschrieben) nach Hause. Da ich während dieser Reise auch noch ein paar Fotos gemacht habe, kommt es, dass ich mich jetzt nochmals melde. Hier Fotos von der Reise von Akureyri nach Selfoss:

Blönduos
Am Strand von Blönduós. Hier hat es viele Vögel die man aber mit der Handy Kamera nicht vernünftig aufs Bild bringt.
Kirche Blönduos
In Blönduós visa vis vom B&S Restaurant in dem wir einen Kaffeehalt machten war diese – für einmal moderne – Kirche zu sehen.
Flechte
Auf dem Weg von Akureyri nach Selfoss auf einer Umleitung durch die „Prärie“ beim See Þingvallavatn fotografiert. In Island gibt es Landschaften aus Vulkangestein die fast einzig von Flechten bewachsen sind. Hier hatte es auch andere Pflanzen und Büsche.

Am Freitag 24. Mai 2019 beim Ausflug in die Umgebung von Selfoss:

Gullfoss
Hier sieht man den Abfluss des Gullfoss der in einem recht engen Graben wegfliesst.
Gullfoss
Gullfoss oder Goldwasserfall. Beachte die Menschen auf der linken Seite des Bildes auf der Landzunge.
Geysir
Der Geysir – hier der GEYSIR – speit kein Wasser mehr, er dampft noch etwas. Er war einst der grösste Speiende. Sein heisses Wasser wurde 40 bis 60m in die Höhe geworfen. Durch den Druck der Wassersäule die bis 20m tief in die Erde reicht wird das Wasser bis 170 Grad heiss und wird dann durch den entsprechend hohen Dampfdruck periodisch aus dem Trichter geschleudert.
Strokkur
Etwa 50m neben dem Geysir (siehe Bild vom Geysir) spuckt der Strokkur nurmehr ungefähr halb so Hoch wie sein viel „berühmterer Bruder Geysir“.
Kratersee Kerid
Wikipedia: „Der Kerið ist ein Kratersee in Island. Er ist der östlichste von fünf Kratern der zum postglazialen Grímsnes-Vulkanfeld gehörenden Kraterreihe Tjarnarhólar, die ihrerseits zum Eruptionsgürtel im Reykjanes–Langjökull–Gebiet zählen. Kerið liegt in der Region Suðurland an der Strasse von Selfoss ins Haukadalur.“

Am Samstag reisten wir von Selfoss nach Keflavík. Unterwegs besuchten wir Reykjavík, von hier zwei Fotos:

RathausReykjavik
Ist das das KKL in Reykjavík? Ich weiss es nicht. Nach längerem googlen konnte ich das Geheimniss lüften: „Ráðhúsið – Rathaus von Reykjavík“. Dazu habe ich folgender Text gefunden: „Besucher finden im Rathaus diverse Kunstwerke, die im Erdgeschoss und in den Treppenaufgängen verteilt sind. Interessant ist auch ein beeindruckendes 3-D-Modell Islands, das von Reisenden gerne besucht wird. Damit erhält man einen schönen Überblick über das Land“.
Steinmann
Steinträger oder Steinmann, der kein Brett sondern ein Stein, auch nicht vor sondern als Kopf und Oberkörper hat. Kopf und Herz aus Stein und steht in Richtung Ende des Steges zum Rathaus (siehe Bild oben). Ob dieses Kunstwerk eine Anspielung auf die Parlementarier sein soll, die im Rathaus ein- und ausgehen, ist mir nicht bekannt.

Wieder „allein“

Die Zeit mit meinen Eltern habe ich sehr genossen 🙂 Wie du aus den vorderen Blogartikeln entnehmen kannst, haben sie vor allem den Norden ausgiebig erkundet. Einige Ausflüge konnten wir zusammen unternehmen, aber ich hatte halt nicht immer frei und so mussten sie zwischendurch allein „z’Schlag“ kommen. Sie haben das bravourös gemeistert 😀

Seit Donnerstag war ich nun ganz allein in Akureyri, da Drea und Lára in Reykjavík waren. Das war aber ziemlich ok, denn ich habe kein Problem damit, ein paar Tage allein zu verbringen. Ausserdem haben sich Hannes und Birna, unsere Offiziere, sehr liebevoll um mich gekümmert 🙂 Die beiden sind mir sehr ans Herz gewachsen und ich habe meine „isländischen Adoptiveltern“ gefunden 😉

Drea und Lára sind seit gestern wieder hier und ich geniesse es sehr, sie wieder da zu haben. Diese beiden Frauen sind so wertvoll!! 🙂 Ich versuche, den Rest der Zeit im Dynamo-Team noch ausgiebig zu geniessen, bin aber schon ein wenig traurig gestimmt, wenn ich an den Abschied denke.

Da das Wetter hier aber super ist, fällt es mir einfacher, fröhlich zu sein. Das ist vielleicht ein bisschen seltsam, aber das Wetter wirkt sich durchaus auf meine Laune aus. Nun ja, es ist windig und ziemlich kalt, aber schön und ich fühle mich sehr wohl. Ich brauche nicht unbedingt wärmere Temperaturen als 15-20°C.

Voraussichtlich werde ich Akureyri Mitte August verlassen, nachdem ich noch ein paar Wochen hier verbracht habe. Zuerst besuchen mich noch Melody, Sara und Jeruscha hier und darauf freue ich mich sehr!! 😀 Danach werde ich noch ein paar Tage zum Verabschieden haben.

Gestern hatten wir einen absolut genialen Gottesdienst!! Þollý (sprich „tholli“, mit einem englischen „th“ am Anfang), eine Bluessängerin aus Reykjavík, hat uns mit ihrem Besuch beehrt und uns einen Blues-Gottesdienst vom Feinsten beschert! Dabei waren auch super Musiker und zusammen ergab das eine international zusammengewürfelte Band: ein Schlagzeuger aus Brasilien, ein Saxophonist aus den USA, unser Pianist aus Estland und einen isländischen Gitarristen. Hier einen kurzen Einblick:

Diese Woche ist die letzte Schulwoche für isländische Kinder, was bedeutet, dass danach alles in die Sommerpause übergeht. Morgen werden wir das letzte Mal opið hús für Kinder haben und da wollen wir nochmal alles geben 🙂

Ja, alles geht jetzt rasend schnell dem Ende zu und ich bin noch nicht sicher, ob ich mit der Geschwindigkeit der Ereignisse Schritt halten kann… Ich hoffe es.

Rundreise Siglufjörður

Mietauto
Unser Mietauto der Islandferien Mai 2019 zu Besuch bei Lou

Auch heute mussten wir ohne Lou klarkommen. Es gelang uns bedeutend besser als gestern, obschon wir diesmal die Sechsecksäulen in Hofsós ganz verpasst hatten (wir hatten sie aber auch nicht explizit gesucht). Die Rundreise von Akureyri dem Fjord Eyjafjörður entlang -> Siglufjörður -> zurück -> Miklavatn (See) -> Hofsós dem Fjord Skagalfjörður entland-> (Varmahlĩð liessen wir rechts liegen) -> Öxnadalur (Tal) -> nach Akureyri.

Fischerhafen
Fischerhafen im Ort Siglufjörður. Hier gibt es fast auf Meereshöhe oberhalb der Ortschaft Lawinenverbauungen und Dämme ähnlich der Verbauungen im Lötschental in der Schweiz

Bis hier passierten wir drei Tunnels und das vierte folgte nach dem Ort Siglufjörður.

Tunnerlportal
Tunnelportal zum 4 km langen Einspurtunnel zur Fischerortschaft Siglufjörður. Füher der bedeutenste Ort Islands zur Heringverarbeitung und -export.
Nebel
Oberhalb des Tunnelportals zum 4 km langen Einspurtunnel zur Fischerortschaft Siglufjörður. Die Wolken hingen an diesem Tag häufig tief

Die Tunnels hatten es in sich. Von den vieren waren zwei Einspurtunnels. Das erste 7 km lang das zweite 4 km (siehe oben das Tunnelportal zum 4 km Einspurtunnel). Wir kamen von der Seite ohne Vortritt und mussten dem Gegenverkehr Vorfahrt lassen. Insgesamt kamen uns vier Autos entgegen. Wir konnten jedes Mal rechtzeitig in einer Ausweichbucht anhalten, so dass das Kreuzen ohne Probleme möglich war.

Meeresstrasse
Irgendwo zwischen Siglufjörður und Hofsós Richtung Norden auf das offene Meer gesehen
Miklavatn
Im Vordergrund Miklavatn und um die nächste Felsnase im Hintergrund ist der Fjord Skagafjörður zu finden
Miklavatn
Das „kleine Wasser“ Miklavatn liegt zwischenden den Fjorden Eyjafjörður und Skagafjörður fast zu forderst an der Landzunge

Im Fischerdorf Hofsós wären sechseckige Steinsäulen zu bewundern gewesen. Das haben wir von Lou erfahren, die Säulen aber nicht gesehen. Unserem eindrücklichen Landschaftserlebniss bei der Reise von insgesamt 278 km, etwas mehr als 4 Stunden reine Fahrzeit, dem durchschnittlichen Verbrauch von nur 4,7 Liter Diesel pro 100 km, den Einspurtunnels, den beeindruckenden Klippen und zum Teil der Schotterstrasse, tat dies keinen Abbruch. Auch das Wetter spielte mit. Es war meist bewölkt, ohne Regen und mit zum Teil imposanten Wolkenbildern. A propos Bilder: „Da gäbe es natürlich noch einige mehr“.

Hofsós
Der Hafen zum Fischerdorf Hofsós am Eingang des Fjords Skagafjörður gelegen
Ringstrasse zwischen Akureyri und Varamahlíð
Auf dem Pass zwischen Varamahlíð und Akureyri auf der N1 (Ringstrasse um Island)

Das ist vorläufig mein letzter Blogbeitrag im Loublog. Morgen sagen wir Lou Adé, reisen Richtung Reykjavík und werden zwei Nächte in einem Hotel in Selfoss übernachten. Am Samstag geht es anschliessend nach Keflavík. Dort heisst es Auto zurückgeben, noch eine Nacht schlafen und am Sonntagmorgen früh mit Islandair zurück in die Schweiz. Und schon sind unsere Islandferien vorbei. 🙁

Ausflug ohne Lou

Laufas Osthaus
Vom Fjord abgewendetes Osthaus des Pfarrhofs in Laufás. Einer der schönsten Bauernhöfe Islands

Gestern wagten wir einen Ausflug ohne Lou, sie hatte andere Verpflichtungen und konnte nicht mitkommen. Marie-Louise empfahl uns den Pfarrhof in Laufás zu besuchen. Wir gaben uns alle Mühe und fuhren an dem Gehöft vorbei, sahen die kleine Kirche und wunderten uns der Leute die um die Kirche standen. Ungefäht 10 km später waren wir am Ende der Strasse in einem kleinen Fischerdorf mit Namen Grenivík „gestrandet“. Wir sahen uns den Ort an, spazierten an den Strand und stellten fest, dass wir einen „der schönsten Höfe“ Islands verpasst hatten. Wir konnten uns dennoch an dem Strand und der Aussicht hier erfreuen (siehe nächstes Bild).

Grenivík
Grenivík ist die äusserste Ortschaft auf der Ostseite des Fjords Eyjafjörður an dem circa 30 km weiter hinten Akureyri liegt

Wir fuhren die letzten km wieder zurück und fanden den Pfarrhof Laufás ohne weiteres. Das Himatmuseum erinnerte uns an den „Ballenberg“ bei Brinz in der Schweiz. Unten ein paar Bilder von innen und aussen.

Laufás Küche
Die Küche zum Pfarrhof mit vielen Nebeneinkünften. In dieser Küche wurde gekocht, gebacken, geräuchert und auf der andern Seite des Raumes auch gewaschen
Laufás Schlafzimmer
Die Betten waren eher klein, kurz und schmal, konnten aber zum Teil in der Breite ausgezogen werden (diese Betten hier nicht)
Laufás
Eingang in den Pfarrhof mit vielen Nebeneinkünften
Laufás Kirche und Gehöft
Kirche und Pfarrhof in Laufás. Die ältesten Teile des Gehöfts wurden im Jahr 1840 erneuert. Der Hof steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt ein Heimatmuseum.
Kirche innen in Laufás
Schlichter, kleiner Innenraum der Kirche Laufás

Ausflug zum Mývatn mit Lou

Blue Lake
Blue Lake, ewas rechts Geothermal Kraftwerk und im Hintergrund der Mývatn (Mückensee)

Gestern machten wir den ersten längeren Ausflug. Länger deshalb, weil wir seit vorgestern ein Auto gemietet haben, das uns erlaubt, etwas weiter zu reisen. Bis jetzt haben wir Akureyri meist zu Fuss ausgekundschaftet. Als Tourist sieht man die Orte, Sehenswürdigkeiten und Landschaften mit andern Augen an. Auf jeden Fall hat Lou uns mehrmals gesagt: „Das habe ich bis jetzt noch nicht gesehen/beachtet“. Sie ist eben vorwiegend als „Fremdarbeiterin“ in Akureyri und nur nebenbei als Touristin.

Diesmal aber hat Lou sich als Touristenführerin betätigt. Sie war schon einmal am See mit Namen Mývatn – was soviel wie Mückensee heisst – und hat uns mehrere Sehenswürdigkeiten gezeigt.

Auf halbem Weg zum See, so ungefähr nach 50 km, machten wir den ersten Halt und parkierten bei den Wasserfällen Goðafoss. Der grosse Parkplatz auf der Insel Hrútey ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Nach der Brücke ist ein zweiter kleinerer Parkplatz, der aber Mitte Mai ohne weiteres genügend Plätze zum Parkieren bietet. Wir bewunderten den Wasserfall von „allen“ Seiten, wie die Bilder hier zeigen.

Goðafoss 12m Fallhöhe
Goðafoss (deutsch Götterwasserfall). Der Überlieferung nach stammt der Name Goðafoss daher, dass der Gode und Gesetzessprecher þorgier im Jahr 1000, nach der Annahme des Christentums durch die Isländer hier die Götterbider den Gletscherfluten übergab.

Auf dem nächsten Bild ist der Wasserfall von der Insel her zu sehen. Dass dies eine Insel ist, wurde mir erst nachträglich bewusst, als ich im Touristenführer nachlas, wo wir uns gestern den ganzen Tag herumtrieben.

Goðafoss
Der Götterwasserfall Goðafos von der „Insel“ her gesehen.
Goðafoss weiter unten
Goðafoss, auf deutsch Götterwasserfall, hier der Abfluss etwas weiter unten. Ein paar Meter weiter führt eine Fussgängerbrücke und eine zweite Brücke der N1 (Nationalstrasse 1, die Ringstrasse rings um die Insel Island)

So – es ist jetzt gut 1 Uhr 30 Ortszeit in der Nacht – jetzt gehe ich schlafen. Es ist übrigens draussen immer noch hell, oder schon wieder und man weiss nie so richtig wann eigentlich Abend, Nacht oder Morgen ist. Am Morgen werde ich voraussichtlich an diesem Text weiterschreiben. Für ganz Schnelle veröffentliche ich schon einmal diesen ersten Teil . . .

Das war zu schnell. Ich musste den Beitrag zurücknehmen und überarbeiten. Aus einem Eintrag wurden mehrere, so dass ihr besser folgen könnt. Ich hoffe jetzt stimmt das Ganze einigermassen.

Ausflug Mývatn – 2. Spaziergang Dimmuborgir

Dimmuborgir
Spaziergang beim See Mývatn durch die Lavaformationen Dimmuborgir

Als zweites spazierten wir in Dimmuborgir durch haushohe Lavaformationen wie das erste Bild in diesem Beitrag zeigt. Unten noch ein zweites Bild dieser interessanten Türme, Höhlen, Löcher usw. aus löchrigem, braunschwarzem Lavagestein.

An diesem Ort genehmigten wir uns eine Suppe zum Mittagessen. Wir kamen uns vor wie im Frühling in den Skiferien.

Dimmuborgir Lochformation
Es hat jede Menge solcher und ähnlicher Lavaformationen in Dimmuborgir